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le prime capital de Europa (AD 800) Laudation del presidente federal Horst Köhler |
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Vide etiam http://www.interlingua.fi/ceiafil/ceia.htm | ||
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Laudatio von Bundespräsident Horst Köhler anlässlich der Verleihung des Karlspreises zu Aachen an den italienischen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi
aus Anlass der Verleihung des Karlspreises für 2005,
Aachen, 05. Mai 2005
Sehr geehrter Herr Präsident Ciampi,
I.
Sie, Herr Präsident, gehören zu der Generation, die in ihrer Jugend vom Zweiten Weltkrieg überrollt
wurde. Sie empfanden es als Wahnsinn, einander in Europa zu töten und die gemeinsame Kultur zu
zerstören. Aus der Erfahrung dieses Krieges ist Ihr Einsatz für ein friedliches, vereintes Europa
gewachsen. Seit Jahrzehnten arbeiten und werben Sie deshalb für Europa - mit Klarheit, Stetigkeit und
Beharrlichkeit. So stehen Sie im besten Sinne für den Geist und die Leistung, die nach dem Zweiten Weltkrieg
die europäische Einigungsgeschichte so erfolgreich und unvergleichlich gemacht haben.
Präsident Ciampi, erst vor wenigen Wochen haben wir uns in Neapel über die Zukunft Europas
unterhalten. Ich spürte, wie Sie aus der Verantwortung gegenüber der Geschichte an der Vision von
Europa festhalten. An einer Vision, die weit über eine wirtschaftliche und monetäre Union hinausgeht
und auf der Grundlage gemeinsamer Werte und gemeinsamer Kultur eine tiefere Einheit anstrebt. Damit haben Sie mir aus dem Herzen gesprochen.
Sie stehen für mich neben Alcide De Gasperi, dem italienischen Gründungsvater des Vereinten Europa.
Sie sind für mich persönlich ein Vorbild.
II.
Das war vor einem Vierteljahrhundert. Und das zeigt: Es war immer schwierig, Europa zusammenzuführen. Krisen
hat es häufig gegeben. Wir sind meist gestärkt aus ihnen hervorgegangen. Heute steht Europa erneut an einem entscheidenden Punkt.
Sie, Präsident Ciampi, waren Gastgeber, als am 29. Oktober 2004 in Rom, der Gründungsstadt der
Europäischen Gemeinschaft, der Verfassungsvertrag für Europa auf den Weg gebracht wurde. Sie haben
anschliessend gesagt: ,Das ist der Geburtsakt der politischen Union, ein historischer Moment in der Geschichte
unseres Kontinents".
Es liegt im besten Interesse der Menschen in Europa, dass der Verfassungsvertrag jetzt auch in Kraft tritt. Er
festigt Europa als Wertegemeinschaft, er stärkt die europäische Demokratie und gibt dem Bürger
mehr Rechte. Er ist notwendig, damit die Bürger die Vorteile eines handlungsf ähigen Europa erfahren
können.
Meine Damen und Herren, wir alle spüren: die Welt ist im Umbruch. Eine neue Ordnung ist im Entstehen.
Europa muss dabei aus wohlverstandenem Eigeninteresse sein Gewicht zur Geltung bringen. Ich glaube, die Welt
würde auch ärmer, wenn Europa in diesem Prozess nicht eine starke Rolle spielen würde.
Wir wollen eine starke Rolle für Europa, weil Europa viel zu geben hat: als Friedensordnung und als
Wirtschaftsmacht, als Gesellschaftsmodell und als Sicherheitspartner, mit seinen kulturellen Wurzeln und mit
seinem historischen Bewusstsein. Gerade jetzt muss Europa sein Potential voll erschliessen.
Dieser Anspruch, den wir an uns selbst stellen, richtet sich gegen niemanden - schon gar nicht gegen die USA,
die Europa so viel gegeben haben: das Leben vieler ihrer Söhne im Weltkrieg und jahrzehntelanges Engagement
für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte. Daran zu erinnern, ist mir als Deutschem am Vorabend des
Gedenkens an den 8. Mai 1945 wichtig.
Die USA und Europa ergänzen einander und können nur gemeinsam die Herausforderungen der neuen Zeit
meistern. Das wird auch in den USA so gesehen. Präsident Bush hat dies jüngst durch seinen Besuch bei
den europäischen Institutionen zum Ausdruck gebracht.
III.
- Wir sind 25 Nationen, und Grenzen spielen keine Rolle mehr.
- 450 Millionen Menschen leben in einem grossen Heimatmarkt.
- Wir haben eine starke Währung, die schon in 12 Ländern gilt. Und die Währungsunion steht allen
Mitgliedsstaaten offen.
- Rechtsstaatlichkeit, Respekt vor der Würde des Menschen und Schutz der Menschenrechte sind überall in der Union verankert.
- Wir besitzen eine wunderbare Vielfalt an Kultur, Sprache und Geistesgeschichte. Diese Vielfalt ist ein grosser Reichtum.
- Und schliesslich: in der Europäischen Union sind Muster politischen und wirtschaftlichen Denkens entstanden, die für die ganze Welt attraktiv und relevant sind.
IV.
Wir müssen Antworten geben auf kritische Fragen zum Erscheinungsbild und zur Zukunft der Europäischen
Union. Was wir jetzt brauchen, sind überzeugte und überzeugende Europäer, die mit Standfestigkeit
und langem Atem an der Baustelle Europa weiterarbeiten. Ein solcher Europäer ist Präsident Ciampi.
V.
Mit der Lissabon-Strategie wurden die richtigen Ziele für Arbeit und Wohlstand in der Europäischen
Union gesetzt. Jetzt müssen kraftvolle Taten folgen, damit Europa nicht weiter in seiner
Wettbewerbsfähigkeit zurückfällt und politische Ziele glaubwürdig bleiben. Ich halte es
für besonders wichtig, Europa bei Bildung sowie Forschung und Entwicklung nach vorne zu bringen.
Dabei können und müssen Kräfte auf Gemeinschaftsebene und in der Zusammenarbeit zwischen den
Mitgliedsstaaten gebündelt werden. Der Jungfernflug des neuen Airbus ist ein eindrucksvolles Beispiel
dafür, was wir erreichen können. Wir werden aber nachhaltigen Erfolg nur schaffen, wenn jeder
Mitgliedsstaat sein Haus selbst in Ordnung bringt. Das gilt auch für mein Land. Reformen in Deutschland sind
deshalb auch Teil deutscher Verantwortung für Europa. Diesen Weg haben wir eingeschlagen.
VI.
Sind wir uns eigentlich bewusst, welchen Beitrag der Euro zu Stabilität in Europa geleistet hat? Ich
erinnere mich noch genau daran, wie im Jahre 1992/93 Spannungen im Europäischen Währungssystem zu
dessen Suspendierung geführt haben. Ich selbst bin damals nach Rom gereist, um mit der italienischen
Regierung und dem damaligen Notenbankpräsidenten Ciampi eine Antwort zu finden. Die währungspolitische
Krisensituation war politisch wie menschlich mit bedrückenden Belastungen verbunden. Präsident Ciampi
und ich haben das damals gemeinsam in schwierigen Diskussionen erlebt. Und heute? Heute gehören
Währungskrisen in Europa der Vergangenheit an. Und der Euro trägt wesentlich zur Stabilität des
ganzen Weltwährungssystems bei!
VII.
Aber ich weiss auch: der Gedanke an das offizielle Europa löst bei vielen Menschen auch Anderes aus:
nämlich Unwillen über fehlende Transparenz, über Regelungswut und Bürokratie. Oft herrscht
schlicht Unwissen, wie dieses Europa funktioniert. Und das macht die Sache nicht leichter.
Wir müssen uns alle viel mehr darum bemühen, Europa den Menschen zu erklären. Das beginnt schon
mit der Sprache. Zu häufig sind die europäischen Dokumente von Formelkompromissen und technokratischer
Fachsprache geprägt. Ich weiss aus eigener Erfahrung mit dem Vertrag von Maastricht, wie leicht das
passiert. Kommission und die Regierungen der Mitgliedsstaaten müssen daher die Aufgabe ernster nehmen, dem
Bürger die europäischen Entscheidungen so zu vermitteln, dass er sie verstehen und nachvollziehen
kann. Nur so kann Vertrauen in Europa bei denen wachsen, für die Europa da ist: bei den Bürgern.
Und Vertrauen in Europa wird der Bürger auch nur dann haben, wenn ihm die Angst genommen wird, dass eine
anonyme Bürokratie alles über einen Kamm schert. Kommission und Ministerräte sollten kluge
Mässigung ihres Regelungseifers zeigen. Was die Menschen, in ihrer Gemeinde, in ihrer Region und in ihrem
Land aus eigener Kraft vernünftig selbst entscheiden können, sollen sie auch selbst entscheiden. Nach
Brüssel gehören nur die Fragen, die auf europäischer Ebene besser geregelt werden können.
Meine Damen und Herren,
VIII.
Meine Damen und Herren,
IX.
Wir haben ja Ansätze, die optimistisch stimmen. Europa hat daran mitgewirkt, die Krise in der Ukraine
friedlich und demokratisch zu lösen. Ich freue mich auch darüber, dass die Zustimmung zu einer
europäischen Aussenpolitik im Gefolge dieser gemeinsamen Anstrengung gewachsen ist, ganz besonders in dem
so engagierten Polen.
Ich sehe aber noch viele Fragen, in denen Europa aufgerufen ist, eine gemeinsame Haltung zu finden. Ich denke an
die noch ungelösten Probleme auf dem Balkan, oder an die Vereinten Nationen. Auch die Bekämpfung der
Armut auf der Welt gehört dazu.
X.
Unser heutiger Preisträger, der italienische Präsident Carlo Azeglio Ciampi, besitzt diesen
Optimismus. Er trägt die europäische Fackel unermüdlich weiter. Carlo Azeglio Ciampi ist ein
grosser Europäer. Ich wünsche mir, dass sein Denken im Europa der Zukunft Bestand haben wird. Das wird
uns allen dienen. Wir sind ihm zu Dank und Anerkennung verpflichtet.
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Citation by Federal President Horst Köhler on the occasion of the award of the International Charlemagne Prize to President Carlo Azeglio Ciampi
Aachen, 05. Mai 2005
President Ciampi,
I.
Mr President, you belong to the generation of young people which was engulfed by the Second World War. You
thought it was madness for Europeans to kill each other and to destroy their common culture. Your commitment to a
peaceful and united Europe originated from your experiences in this war. For many decades now, you have therefore
been working and campaigning for Europe - with clarity, constancy and perseverance. You therefore stand, in the
best sense of the word, for the spirit and achievement which made European integration so successful and unique
following the Second World War.
President Ciampi, we spoke about Europe's future in Naples just a few weeks ago. I had the feeling that you hold
to the vision of Europe out of a sense of responsibility towards history. A vision which extends far beyond
economic and monetary union and which is striving for deeper integration on the basis of common values and common
culture. You thus expressed my own sentiments.
For me, you stand alongside Alcide De Gasperi, the Italian founding father of the United Europe. You are a shining example for me personally.
II.
That was a quarter of a century ago. And it shows that it has always been difficult to bring Europe together.
There have been frequent crises, although we have usually emerged stronger from them. Today, Europe has once more
reached a crucial point in its history.
President Ciampi, you were the host when the Constitutional Treaty for Europe was launched in Rome, the founding
city of the European Community, on 29 October 2004. Afterwards you said that this marked the birth of political
union, a historic moment in our continent's history.
It is in the best interests of the people of Europe that the Constitutional Treaty now enter into force. It
consolidates Europe as a community of values. It strengthens European democracy and grants citizens more rights.
It is necessary if citizens are to enjoy the advantages of an efficient Europe.
We all sense that the world is changing. A new order is emerging. In its own vested interests, Europe must bring
its weight to bear. I believe that the world would be a poorer place if Europe were not to play a prominent role
in this process.
We want Europe to play a strong role because Europe has much to give: as a continent with a peaceful order and
as an economic power, as a model society and as a security partner, with its cultural roots and its awareness of
history. It is crucial that Europe fully exploits its potential now.
This standard which we have set for ourselves is not directed against anyone - certainly not the US which has
given Europe so much: the lives of many of its sons during the Second World War and many decades of commitment to
freedom, democracy and human rights. It is important to me as a German to bring this to your attention on the eve of the commemoration of 8 May 1945.
The US and Europe complement one another and can only master the challenges of the new age if they act together.
This is the view taken in the US, too. President Bush demonstrated this recently by visiting the European institutions.
III.
- We are 25 nations, and borders are no longer of any significance.
- Some 450 million people live in one large single market.
- We have a strong currency which is already legal tender in 12 countries. And the Mone-tary Union is open to
all member states.
- The rule of law, respect for the dignity of the individual and protection of human rights are anchored
everywhere in the Union.
- We have a wonderful diversity of culture, language and intellectual history. This diversity is a source of great wealth.
- In the European Union, patterns of political and economic thinking have developed which are attractive and
relevant to the whole world.
IV.
We must find answers to critical questions about the presentation and the future of the European Union. What we
need now are convinced and convincing Europeans who are prepared to carry on building Europe with steadfastness
and patience. President Ciampi is such a European.
V.
The Lisbon Strategy set the right goals on employment and prosperity in the European Union. Decisive action must
now follow if Europe's competitiveness is not to diminish further and political aims are to remain credible. I
believe it is particularly important that we in Europe push ahead in the spheres of education, as well as
research and development.
In doing so, we can, and indeed must, pool our resources at Community level and in the coop-eration among member
states. The maiden flight of the new Airbus is an impressive example of this. However, we will only have lasting
success if every member state sorts out its own problems. That also applies to my own country. Reforms in Germany
are therefore also part of Germany's responsibility towards Europe. We have already embarked along this path.
VI.
Are we really aware of the contribution the euro has made towards stability in Europe? I well recall how
tensions within the European Monetary System led to its suspension in 1992/93. I myself travelled to Rome at that
time to consult with the Italian Government and the then Central Bank President Ciampi to find a solution. The
monetary crisis brought with it acute strains, both in political and interpersonal terms. President Ciampi and I
experienced this together in those days during difficult discussions. And today? Today, currency crises in Europe
are a thing of the past. And the euro has done much to foster the stability of the entire global monetary system!
VII.
But I also know that the idea of the institutional Europe evokes other sentiments in many people: namely,
irritation about the lack of transparency, the regulatory frenzy and bureau-cracy. Often people simply do not
know how this Europe works. And that does not make things any easier.
We must all make more of an effort to explain Europe to people. That begins with language. Too often, European
documents are marked by the convoluted wording born of compromises and technocratic jargon. I know from my own
experience with the Maastricht Treaty how easily that can happen. The Commission and member states' governments
must therefore seri-ously tackle the task of conveying European decisions to citizens in such a way that they
understand and comprehend them. This is the only way to engender confidence in Europe in those for whom Europe
was created: for its citizens.
And citizens will only have confidence in Europe if they no longer fear that an anonymous bureaucracy lacks the
ability to differentiate. The Commission and Councils of Ministers should wisely restrain their desire to
regulate everything. What people in their communities, regions and countries can sensibly decide for themselves,
should be decided by them. Only those issues which can best be regulated at European level should be decided in
Brussels.
Jacques Delors said that if we do not manage to give a soul to Europe, we will lose it. We should take this
warning by another great European seriously. I believe that a discussion on Europe's identity is long overdue.
And I think that we now need a phase of consolidation in European policy so that citizens can better understand
what Europe is and where it is to head in future.
VIII.
Initiatives for Europe can and should come from all member states. My experience is that smaller member states
often wait until the larger ones propose further-reaching developments. However, initiatives can only be good if
they are also geared to the interests of other, smaller member states and thus benefit the Community as a whole.
Only then will they have lasting success. Europe will only succeed if all member states feel at home in it. Often
it is not what is said but how it is said that matters. Leadership which takes into account the welfare of the
whole Community is required. There are many successful examples of this and we all know, for instance, how much
energy goes into Franco-German cooperation.
IX.
There are indeed initiatives which give cause for optimism. Europe has helped find a peaceful and democratic
solution to the crisis in Ukraine. I am also pleased that support for a European foreign policy has grown as a
result of these joint efforts, especially in Poland which has shown such commitment.
However, I still see many questions in which Europe is called upon to find a common stance. I am thinking here
of the still unresolved problems in the Balkans and of the United Nations. The fight against global poverty is
another of these issues.
X.
Today's recipient of the International Charlemagne Prize, the Italian President Carlo Azeglio Ciampi, has this
optimism. He carries the European torch with tireless dedication. Carlo Azeglio Ciampi is a great European. I
hope that his ideas will continue to be heard in tomor-row's Europe. That will benefit us all. He deserves our
thanks and recognition.
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Discours prononcé par Monsieur Horst Köhler, Président de la République fédérale d´Allemagne, en l´honneur de Monsieur Carlo Azeglio Ciampi, Président de la République italienne, á l´occasion de la remise du Prix international Charlemagne d´Aix-la-Chapelle
Aix-la-Chapelle, 05. Mai 2005
Monsieur le Président,
I.
Monsieur le Président, vous appartenez à la génération dont la jeunesse a
été emportée par les événements de la Seconde Guerre mondiale. à vos
yeux, le fait de s'entretuer en Europe et de détruire la culture commune était une pure folie.
C'est cette expérience de la guerre qui a forgé votre engagement en faveur d'une Europe pacifique
et unie. Depuis plusieurs décennies, vous ouvrez en faveur de l'Europe et vous en défendez la
cause, avec clarté, constance et per-sévérance. Vous incarnez donc parfaitement l'esprit et
le travail qui, au lendemain de la Seconde Guerre mondiale, ont fait de l'intégration européenne
une histoire à succès sans pré-cédent.
Monsieur le Président, nous nous sommes rencontrés à Naples il y a quelques semaines et
nous avons parlé de l'avenir de l'Europe. J'ai senti combien, animé d'un sentiment de respon-
sabilité à l'égard de l'histoire, vous restez attaché à cette vision de
l'Europe, à une vision qui va beaucoup plus loin qu'une union économique et monétaire et
qui aspire à une unité plus profonde, basée sur des valeurs et sur une culture communes.
Vous avez
dit tout haut ce que j'ai toujours pensé.
Proche d'Alcide De Gasperi, le père fondateur italien de l'Europe unie, vous êtes pour moi un exemple.
II
Vingt-cinq ans se sont écoulés depuis, ce qui prouve que l'unification de l'Europe a toujours
été une tâche difficile. Il y a souvent eu des crises et, la plupart du temps, nous en sommes
sortis plus forts. Aujourd'hui, l'Europe se trouve de nouveau à un tournant décisif.
Monsieur le Président, vous étiez l'hôte de la réunion qui s'est
déroulée le
29 octobre 2004 à Rome, la ville de la création de la Communauté européenne, qui a
vu le lancement du Traité établissant une constitution pour l'Europe. Vous avez dit à cette
occasion: "C'est l'acte de naissance de l'union politique, un moment historique dans l'histoire de notre
continent."
Pour le bien des hommes et des femmes en Europe, il faut maintenant que le traité constitutionnel entre
en vigueur. Il consolide l'Europe en tant que communauté de valeurs, il renforce la démocratie
européenne et donne davantage de droits au citoyen. Ce traité est nécessaire pour que les
citoyens puissent se rendre compte des avantages que présente une Europe capable d'agir.
Nous sentons tous que le monde est en plein changement. Un nouvel ordre est en train de naître. Dans ce
processus, il faut que l'Europe, forte de son intérêt bien compris, se mette en valeur. Je pense
que le monde s'appauvrirait si l'Europe ne jouait pas un rôle décisif dans ce processus.
Nous voulons que l'Europe joue un rôle décisif car elle peut apporter une contribution pré-
cieuse, en tant qu'ordre de paix et puissance économique, modèle de société et
partenaire de sécurité, grâce à ses racines culturelles et à sa conscience
historique. Le moment est venu pré-cisément pour l'Europe d'exploiter pleinement son potentiel.
Cette exigence que nous formulons à notre propre égard n'est dirigée contre personne et sur-
tout pas contre les états-Unis qui ont tant donné à l'Europe: la vie de nombre de leurs fils
pendant la Seconde Guerre mondiale et, des décennies durant, leur engagement en faveur de la
liberté, de la démocratie et des droits de l'homme. Je tiens beaucoup à le rappeler en ma
qualité d'Allemand, à la veille de la commémoration du 8 mai 1945.
Les états-Unis et l'Europe se complètent et ils ne pourront relever les défis de
l'ère nouvelle qu'en coopérant. Tel est également l'avis des états-Unis, comme l'a
exprimé le Président Bush dernièrement lors de sa visite auprès des institutions
européennes.
III
- Nous sommes 25 nations et les frontières n'ont plus aucune importance.
- 450 millions d'hommes et de femmes vivent à l'intérieur d'un grand marché unique.
- Nous avons une monnaie forte valable dans douze pays déjà. Et tous les états membres
peuvent accéder à l'Union monétaire.
- L'état de droit, le respect de la dignité humaine et la protection des droits de l'homme sont
ancrés partout dans l'Union.
- Nous possédons une diversité de cultures, de langues et de philosophies qui est mer-veilleuse.
Cette diversité fait notre grande richesse.
- Des schémas de pensée politiques et économiques sont nés au sein de l'Union euro-péenne qui suscitent l'intérêt du monde entier.
IV.
Nous devons répondre aux questions critiques à propos de l'identité et de l'avenir de
l'Union européenne. Pour cela, nous avons besoin désormais d'Européens convaincus et
sachant convaincre, qui s'attachent à poursuivre l'ouvre de la construction européenne. Le
président Ciampi est un Européen de cette envergure.
V.
La stratégie de Lisbonne définit très bien les objectifs à remplir en faveur du
travail et de la prospérité au sein de l'Union européenne. Il faut maintenant que ces
décisions se traduisent par des mesures énergiques afin d'éviter que l'Europe ne continue
à perdre de la vitesse en termes de compétitivité et afin que les objectifs politiques
restent crédibles. Il est particu-lièrement important à mes yeux de faire progresser
l'Europe dans
le domaine de l'éducation ainsi que de la recherche et du développement.
Pour cela, il est possible et nécessaire de regrouper les forces qui existent au niveau commu-nautaire et
qui résultent de la coopération entre les états membres. Le vol inaugural du nouvel airbus
en apporte une preuve impressionnante. Mais pour que la réussite soit durable, chaque état membre
doit résoudre lui-même ses problèmes et cela vaut également pour mon pays. C'est
pourquoi les
réformes qui s'imposent en Allemagne participent également de notre res-ponsabilité à
l'égard de l'Europe. Nous nous sommes engagés dans cette voie.
VI.
Avons-nous bien conscience de la contribution que l'euro a apportée à la stabilité de
l'Europe? Je me souviens très bien des tensions qui ont marqué le système monétaire
européen en 1992/93 et qui ont provoqué sa suspension. à l'époque, je m'étais
moi-même rendu à Rome pour essayer de trouver une réponse avec le gouvernement italien et
l'ancien président de la banque centrale, M. Ciampi. La crise monétaire engendrait de lourdes
hypothèques au plan politique comme au plan humain. Le président Ciampi et moi-même en ont
été témoins à l'époque lors de discussions difficiles. Et aujourd'hui?
Aujourd'hui, les crises monétaires en Europe appartiennent au passé. Et l'euro contribue
considérablement à la stabilité de tout le système économique mondial!
VII.
Mais je sais aussi que l'idée de l'Europe officielle suscite également chez bon nombre de per-
sonnes des sentiments tout autres et notamment un sentiment de mécontentement au sujet du manque de
transparence, de l'excès de réglementation et de la bureaucratie. Souvent, les gens ne savent pas
comment
fonctionne cette Europe. Et cela ne simplifie pas les choses.
Nous sommes tous appelés à redoubler d'efforts pour expliquer l'Europe aux citoyens. Cela commence
d'abord par le langage. Trop souvent, les documents européens sont caractérisés par des
compromis de formules et par un langage de technocrates. Je le sais trop bien pour en avoir fait personnellement
l'expérience avec le traité de Maastricht. Il faut donc que la Com-mission et les gouvernements
des états membres prennent davantage au sérieux la tâche qui consiste à informer le
citoyen
des décisions européennes de façon à ce qu'il puisse les com-prendre et en mesurer les
conséquences. C'est la seule façon pour que la confiance grandisse en Europe chez ceux pour lesquels elle
a été créée, c'est-à-dire chez les citoyens.
Et le citoyen n'aura confiance en l'Europe que lorsqu'il n'aura plus peur de voir une bureau-cratie anonyme agir
sans faire de distinction. La commission et les conseils des ministres devraient avoir la sagesse de
modérer leur ardeur à la réglementation. Il faut laisser les citoyens prendre eux-
mêmes les décisions qu'ils sont capables de prendre de manière sensée dans leur
commune, leur région et leur pays. Bruxelles ne doit s'occuper que des questions qui peuvent être mieux réglées au niveau européen.
"Si nous n'arrivons pas à donner une âme à l'Europe, nous aurons perdu la partie",
voilà ce
qu'a dit Jacques Delors. Nous devrions prendre au sérieux cette mise en garde venant de la bouche d'un
autre grand Européen. Je considère qu'il est grand temps de mener une discussion sur les
éléments de l'identité européenne. Et je pense que nous avons besoin maintenant
d'une phase de consolidation en politique européenne afin que les citoyens comprennent mieux ce qu'est
l'Europe et comment elle doit évoluer à l'avenir.
VIII.
Tous les états membres sont capables de développer des initiatives en faveur de l'Europe et ils
sont appelés à le faire. L'expérience m'a appris que les petits états attendent
souvent que les grands déclenchent de nouveaux développements. Mais, pour être fructueuses,
ces initiatives doivent servir également les intérêts des autres états, des petits
états et profiter ainsi à la communauté dans son ensemble. C'est le seul moyen de garantir
leur succès à long terme. L'Europe ne peut réussir que si tous les états membres
sentent que leur destin est entre de bonnes mains. Souvent, c'est le ton qui fait la chanson. Il faut conduire
les affaires en ne per-dant pas de vue le système dans son ensemble. Il y a déjà eu de
nombreux
exemples positifs et nous connaissons tous l'énergie que peut générer par exemple la coopération franco-alle-mande.
IX.
Des premiers pas ont déjà été faits qui nous permettent d'être optimistes.
L'Europe a contribué à trouver une solution pacifique et démocratique à la crise en
Ukraine. Je suis heureux de constater que, suite à ces efforts, l'adhésion à une politique
étrangère européenne a grandi, tout particulièrement en Pologne, ce pays remarquable
pour son
engagement.
Mais je pense qu'il y a encore de nombreuses questions à résoudre pour lesquelles l'Europe est
appelée à définir une position commune. Je pense aux problèmes qui persistent dans
les
Balkans ou à l'ONU. Mais la lutte contre la pauvreté dans le monde en fait partie également.
X.
Cet optimisme caractérise également notre lauréat d'aujourd'hui, le Président
italien M. Carlo Azeglio Ciampi. Infatigable, il continue de porter le flambeau européen. Carlo Azeglio
Ciampi est un grand Européen. Puisse sa pensée porter des fruits dans l'Europe de l'avenir. Nous en
bénéficierons tous. Nous lui devons à la fois nos remerciements et notre reconnaissance.
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Laudatio del Presidente Federale Horst Köhler in
occasione del conferimento del Premio Carlo Magno al
Presidente della Repubblica Italiana Carlo Azeglio
Ciampi
Stimato Presidente Ciampi,
I.
Lei, signor Presidente, appartiene a quella
generazione che negli anni della giovinezza fu
travolta dalla Seconda Guerra Mondiale. Uccidersi a
vicenda in Europa e distruggere la cultura comune, Lei
l'aveva sentito come una follia. Dall'esperienza di
quella guerra è nato il Suo impegno a favore di
un'Europa pacifica, unita. Da decenni perciò
lavora a favore dell'Europa promuovendola con
chiarezza, costanza e tenacia. Perciò Lei
è nel migliore dei sensi il simbolo dello
spirito e dei risultati che, dopo la Seconda Guerra
Mondiale, hanno reso così fruttuosa e incomparabile la
storia dell'unificazione europea.
Stimato Presidente Ciampi, proprio poche settimane fa
parlando assieme a Napoli sul futuro d'Europa, ho
capito come Lei rimanga fedele alla visione
dell'Europa per senso di responsabilità nei
confronti della storia. A una visione, che va ben al
di là di un'unione economico-monetaria e che,
appoggiandosi ai valori comuni e alla cultura comune,
mira ad un'unità più profonda. Con le
sue parole mi ha letto nell'animo.
Per me il Suo posto è accanto ad Alcide De
Gasperi, il padre fondatore italiano dell'Europa
unita. Per me personalmente Lei è un modello.
II.
Lo disse un quarto di secolo fa. E ciò dimostra
che è stato sempre difficile unire l'Europa.
Spesso ci sono state delle crisi. Da esse,
generalmente, ne siamo usciti rafforzati. Oggi
l'Europa si trova nuovamente ad un punto decisivo.
Lei, stimato Presidente Ciampi, ci ospitò il 29
ottobre 2004 a Roma, la città in cui fu fondata
la Comunità Europea, in occasione dell'avvio
del Trattato della Costituzione Europea. Alla fine
della cerimonia disse: "È l'atto di nascita di
una Unione politica, non solo economica e sociale; un
evento unico della storia del nostro continente".
È nel miglior interesse dei cittadini europei
che il Trattato della Costituzione ora entri pure in
vigore. Esso rafforza l'Europa come comunità di
valori, potenzia la democrazia europea e dà al
cittadino maggiori diritti. Esso è necessario
affinché i cittadini possano toccare con mano i
vantaggi di un'Europa in grado di agire.
Noi tutti avvertiamo che il mondo sta compiendo un
radicale cambiamento. Sta nascendo un nuovo ordine.
L'Europa in questo contesto deve far valere il suo
peso nel proprio legittimo interesse. Credo che il
mondo si impoverirebbe pure, se l'Europa non giocasse
un ruolo importante in questo processo.
Noi vogliamo un ruolo importante per l'Europa
perché l'Europa ha molto da dare: in
qualità di ordine di pace e in qualità
di potenza economica, come modello di società e
come partner per la sicurezza, con le sue radici
culturali e con la sua consapevolezza storica. Proprio
adesso l'Europa deve sfruttare pienamente il suo
potenziale.
Questa esigenza che poniamo a noi stessi, non si
rivolge contro nessuno, tanto meno contro gli Stati
Uniti d'America, che hanno dato così tanto all'Europa:
la vita di tanti loro figli nella Guerra Mondiale e
l'impegno decennale a favore della libertà,
della democrazia e dei diritti dell'uomo. Ricordare
ciò, per me come tedesco è importante
alla vigilia delle commemorazioni per l'8 maggio 1945.
Gli Stati Uniti e l'Europa si completano a vicenda e
solamente unite possono affrontare le sfide della
nuova epoca. Anche negli USA lo vedono nello stesso
modo. Il Presidente Bush lo ha espresso durante la sua
recente visita alle istituzioni europee.
III.
- Siamo 25 nazioni, e i confini non contano
più.
- 450 milioni di persone vivono in un grande mercato
domestico.
- Abbiamo una moneta forte, che vale già in 12
paesi. E l'Unione monetaria è aperta a tutti
gli altri Stati membri.
- Lo stato di diritto, il rispetto per la
dignità dell'uomo e la tutela dei diritti
dell'uomo sono ancorati dovunque nell'Unione.
- Possediamo una meravigliosa varietà di
culture, lingue e storia del pensiero. Questa
varietà è una grande ricchezza.
- Nell'Unione Europea sono nati modelli di pensiero
politico ed economico, attraenti e rilevanti per il
mondo intero.
IV.
Dobbiamo dare delle risposte a domande critiche
sull'immagine e sul futuro dell'Unione Europea. Quello
di cui abbiamo bisogno oggi, sono europeisti convinti
e convincenti, che con fermezza e perseveranza
continuano a lavorare nel cantiere chiamato Europa. Un
europeista di questo stampo è il Presidente
Ciampi.
V.
Con la strategia di Lisbona sono stati fissati gli
obiettivi giusti per quanto riguarda il lavoro e il
benessere nell'Unione Europea. Ora devono seguire atti
vigorosi, in modo che l'Europa non continui a perdere
competitività e che i suoi obiettivi politici
rimangano credibili. Ritengo particolarmente
importante che l'Europa avanzi nel campo
dell'istruzione nonché della ricerca e
sviluppo.
In questo contesto si possono e si devono congiungere
le forze a livello comunitario e nella cooperazione
tra gli Stati membri. Il volo inaugurale del nuovo
Airbus ne è un importante esempio. Però
riusciremo a raggiungere un successo duraturo soltanto
se ognuno degli Stati membri fa ordine in casa
propria. Ciò vale anche per il mio Paese. Le
riforme in Germania, perciò, sono anche parte
della responsabilità tedesca per l'Europa.
Questa è la strada che abbiamo intrapreso.
VI.
Siamo veramente coscienti di quale sia stato il
contributo dell'euro alla stabilità in Europa?
Mi ricordo ancora perfettamente come certe tensioni
nel Sistema monetario europeo, negli anni 1992/93, ne
avevano causato la sospensione. Io stesso mi recai
allora a Roma per parlare con il Governo italiano e
trovare una risposta assieme all'allora governatore
della Banca d'Italia, Carlo Azeglio Ciampi. La
situazione di crisi politico-monetaria implicava sia
politicamente che umanamente pesanti oneri. Il
Presidente Ciampi ed io lo sperimentammo allora
durante difficili discussioni. E oggi? Oggi le crisi
monetarie in Europa appartengono al passato. E l'euro
contribuisce essenzialmente alla stabilità di
tutto il sistema monetario mondiale!
VII.
Però so pure che il pensiero dell'Europa
ufficiale genera in molte persone anche altro, e
cioè il malcontento per la mancanza di
trasparenza, per il proliferare di regolamenti e
burocrazia. Spesso domina semplicemente una carenza di
conoscenze su come funziona quest'Europa. E ciò
non facilita le cose.
Noi tutti dobbiamo sforzarci molto di più per
spiegare meglio l'Europa ai suoi cittadini.
Cominciando già dalla lingua. Troppo
frequentemente i documenti europei sono caratterizzati
da formule compromissorie e da un linguaggio
tecnocratico. So per la mia esperienza personale con
il Trattato di Maastricht com'è facile che
ciò succeda. La Commissione e i Governi degli
Stati membri devono perciò prendere più
sul serio il compito di comunicare ai cittadini le
decisioni europee facendo in modo che le possano
comprendere e seguire. Soltanto così può
crescere la fiducia in quelle persone per le quali
esiste l'Europa e cioè per i suoi cittadini.
E fiducia nell'Europa i cittadini l'avranno soltanto
se si toglierà loro la paura che una burocrazia
anonima faccia di ogni erba un fascio. La Commissione
e i Consigli dei Ministri farebbero bene a mostrare
un'intelligente moderazione del loro zelo nel
promulgare regolamentazioni. Quello che i cittadini
stessi potrebbero decidere ragionevolmente con le
proprie forze nell'ambito del loro comune, della loro
regione e del loro Paese, devono pure poterlo decidere
loro stessi. A Bruxelles dovrebbero competere
unicamente quelle questioni che è meglio
regolare a livello europeo.
"Se non riusciremo a trasmettere l'anima dell'Europa,
perderemo l'Europa", ha affermato Jacques Delor.
Dovremmo prendere sul serio l'ammonimento di
quest'altro grande europeista. Ritengo che sia ormai
scaduto il tempo di condurre una discussione su che
cosa formi l'identità europea. E penso che
adesso abbiamo bisogno di una fase di consolidamento
nella politica europea in modo che i cittadini
capiscano meglio che cos'è l'Europa e dove
dovrebbe portare il suo ulteriore cammino.
VIII.
Le iniziative a favore dell'Europa possono e devono
provenire da tutti gli Stati membri. La mia esperienza
mi dice che spesso i piccoli Stati membri aspettano
che i più grandi diano l'impulso per ulteriori
sviluppi. Però le iniziative possono essere
valide solamente se esse si orientano anche agli
interessi degli altri Stati, quelli più
piccoli, e quindi vanno a vantaggio della
comunità nel suo complesso. Solo in tal caso
avranno un successo duraturo. L'Europa può
riuscire unicamente se tutti gli Stati membri si
sentono in buone mani. Spesso in tale contesto
è anche il tono che fa la musica. È
richiesta una guida con uno sguardo d'insieme. Di
ciò esistono tanti esempi ben riusciti, e noi
tutti sappiamo quanta energia possa celarsi, ad
esempio, nella cooperazione franco-tedesca.
IX.
Abbiamo alcuni approcci che danno adito a un certo
ottimismo. L'Europa ha cooperato alla soluzione
pacifica e democratica della crisi in Ucraina. Sono
pure lieto che in seguito a questo sforzo comune
è aumentato il consenso nei confronti di una
politica estera comune, soprattutto in una Polonia
così impegnata.
Vedo però ancora molte questioni in cui
l'Europa è chiamata a trovare una posizione
comune. Penso ai problemi non ancora risolti nei
Balcani, oppure alle Nazioni Unite. Anche la lotta
alla povertà del mondo è uno di essi.
X.
L'assegnatario del Premio di quest'anno, il Presidente
della Repubblica Italiana Carlo Azeglio Ciampi,
possiede questo ottimismo. E non si stanca mai di
tenere alta la fiaccola europea. Carlo Azeglio Ciampi
è un grande europeista. Mi auguro che il suo
pensiero rimanga ancorato nell'Europa del futuro.
Servirà a tutti noi. E noi tutti gli dobbiamo
gratitudine e riconoscimento.
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Discurso de laudation pronunciate per le Presidente federal Horst Köhler in occasion del conferimento del Premio Carolo Magne al Presidente del Republica Italian Carlo Azaglio Ciampi, Aachen, le 5 de maio 2005.
Estimate Presidente Ciampi,
Majestate,
I.
Senior le Presidente, vos pertine al generation que in su juventute esseva submergite per le Secunde Guerra Mundial. A vostre oculos le occision mutue e le destruction del cultura commun esseva un pur follia. Del experientias de iste guerra ha nascite vostre ingagiamento in favor de un Europa pacific e unite. Pro iste ration, desde plure decennios, vos labora pro Europa e vos lo promove e defende - con claritate, constantia e persistentia. Assi vos es, in le optime senso del parola, le symbolo del spirito e del resultatos que, post le Secunde Guerra Mundial, ha facite fructuose e unic le historia del integration europee.
Senior le Presidente, ante pauc septimanas nos ha parlate insimul, a Napoli, del futuro de Europa. Io ha sentite como vos remane fidel, per un sentimento de responsabilitate verso le historia, al vision de Europa. A un vision, que excede multo un union economic e monetari, e que, super le base de valores commun e de un cultura commun, aspira a un union plus profunde. Assi vos ha exprimite lo que io ipse pensa.
Vos sta ante me al latere de Alcide De Gasperi, le patre
fundator italian del Europa unite. Vos es pro me un exemplo.
II.
Emilio Colombo ha dicite isto ante un quarto de seculo, lo que demonstra que il ha sempre essite difficile unir Europa. Sovente il ha habite crises. Generalmente nos ha emergite de illos reinfortiate. Hodie Europa se trova de novo a un puncto decisive.
Presidente Ciampi, vos esseva le hospite, quando le 29 de octobre 2004 le Tractato de un Constitution Europee esseva lanceate a Roma, le urbe que ha vidite le establimento del Communitate Europee. Vos ha dicite a iste occasion: "Isto es le acto de nascentia del union politic, un momento unic in le historia de nostre continente."
Il es in le melior interesse del homines e feminas in Europa que le tractato constitutional entra in vigor. Illo consolida Europa como un communitate de valores, illo reinfortia le democratia europee e illo augmenta le derectos del citatanos. Iste tractato es necessari a fin que le citatanos pote render se conto del avantages que presenta un Europa efficiente.
Nos totes senti que le mundo cambia radicalmente. Un nove ordine es nascente. Europa debe facer valer su peso in su proprie interesse legitime. Io crede que le mundo esserea plus povre, si Europa non jocava un rolo prominente in iste processo.
Nos vole un rolo forte pro Europa, proque Europa ha multo a dar: como ordine de pace e potentia economic, como modello de societate e partner de securitate, con su radices cultural e con su conscientia historic. Justemente nunc Europa debe exploitar plenmente su potential.
Iste exigentia, que nos nos impone, es dirigite contra nemo, certemente non contra le USA, que ha date tanto a Europa: le vitas de multes de su filios in le Secunde Guerra Mundial e, durante decennios, lor ingagiamento in favor del libertate, del democratia e del derectos human. Il es importante pro me como germano recordar isto al vigilia del commemoration del 8 de maio 1945.
Le USA e Europa se completa mutualmente e solmente unite
illos potera affrontar le defias del nove epocha. Anque
in le USA on lo vide del mesme modo, como lo ha exprimite
recentemente le Presidente Bush durante su visita al
institutiones europee.
III.
- Nos son 25 nationes, e frontieras non plus joca un rolo de importantia.
- 450 milliones de homines e feminas vive in un grande mercato unic.
- Nos ha un moneta forte que vale jam in 12 paises. E le Union Monetari es aperte a tote le altere statos membros.
- Le stato de derecto, le respecto del dignitate human e le protection del derectos human es ancorate ubique in le Union.
- Nos possede un meraviliose diversitate de culturas, linguas e historias intellectual. Iste diversitate es un grande ricchessa.
- E finalmente: in le Union Europee ha nascite modellos de
pensata politic e economic, que es attractive e relevante
pro le mundo integre.
IV.
Nos debe trovar responsas al questiones critic super le presentation e le futuro del Union Europee. Pro isto, nos ha nunc besonio de Europeos convincite e convincente, qui con firmitate e perseverantia continua a laborar in le cantier nominate Europa. Presidente Ciampi es un tal Europeo.
V.
Le strategia de Lisbona defini excellentemente le objectivos in favor del labor e del developpamento in le sino del Union Europee. Nunc debe sequer actiones energic a fin que Europa non continua a diminuer su competitivitate e a fin que le scopos politic remane credibile. Il es particularmente importante que Europa face progressos in le campo del education assi como in illos del recerca e del developpamento.
Pro isto nos pote e debe conjunger le fortias que existe al nivello communitari e que resulta del cooperation inter ler statos membros. Le volo inaugural del nove airbus es un exemplo importante de isto. Totevia, nos va haber un successo durative, si cata stato membro ipse resolve su problemas e isto vale equalmente pro mi pais. Pro iste ration reformas in Germania es anque parte del responsabilitate german pro Europa. Nos ha jam prendite iste via.
VI.
Esque nos es vermente consciente del contribution del euro al stabilitate in Europa? Io me recorda multo ben como certe tensiones intra le systema monetari europee in 1992/93 ha causate su suspension. Io ipse ha viagiate a Roma alora, a fin de trovar un responsa con le governamento italian e le ancian presidente del banca central, Senior Ciampi. Le situation del crise politico-monetari causava politca- e humanmente tensiones intense. Le Presidente Ciampi e io los ha experimentate alora durante discussiones difficile. E hodie? Hodie, le crises monetari in Europa pertine al passato. E le euro contribue multo al stabilitate de tote le systema economic mundial.
VII.
Ma io sape anque que le idea de Europa official genera in multe personas altere sentimentos, super toto un sentimento de irritation re le manco de transparentia, le excesso de regulamentation e le bureaucratia. Sovente le gente non sape como functiona iste Europa. E isto non simplifica le cosas.
Nos debe effortiar nos multo plus pro explicar Europa al citatanos. Isto comencia jam con le linguage. Troppo sovente le documentos europee es characterisate de compromissos de formulas e per un jargon technocratic. Io lo sape troppo ben per mi proprie experientia con le Tractato de Maastricht. Le Commission e lor governamentos del statos membros debe dunque prender plus seriose le carga de communicar al citatanos le decisiones europee, de tal modo que illes pote comprender los e vider lor consequentias. Isto es le sol maniera pro suscitar confidentia in Europa in le perosnas pro le quales Europa existe: pro su citatanos.
E le citatanos va haber confidentia in Europa, si illes non plus time vider un bureaucratia anonyme que age sin facer distinction. Le commission e le consilio del ministros deberea monstrar un moderation intelligente de lor desiro de regular toto. Super lo que le citatanos pote decider rationalmente in lor communa, in lor region e in lor pais, illes ipse debe decider. A Bruxelles pertine unicamente le questiones que pote esser melio regulate al nivello europee.
Jacques Delors ha dicite: "Si nos non succede a dar un anima a Europa, nos va perder Europa." Nos deberea prender seriosemente le admonition de iste grande europeo. Io crede que un discussion super le identitate de Europa jam es multo in retardo. E io pensa que nunc nos ha besonio de un phase de consolidation in le politica europee, a fin que le citatanos pote comprender melio lo que es Europa e como illo debe evoluer in le futuro.
VIII.
Initiativas pro Europa pote e debe venir de tote le statos membros. Mi experientia me dice que le parve statos attende sovente que le grandes propone nove developpamentos. Totevia, initiativas pote esser bon solmente si illos servi equalmente le interesse de altere plus parve statos membros e assi da profitos a tote le communitate. Isto es le sol medio pro garantir lor successo a longe termino. Europa pote succeder unicamente, si tote le statos membros senti que lor destino es in bon manos. Sovente, in tal casos il es anque le tono que face le musica. On debe conducer le cosas non perdente de vista le systema in su insimul. Il ha jam numerose exemplos ben succedite e nos cognosce totos quante energia pote generar, per exemplo, le cooperation francese-german.
IX.
Il ha jam initiativas que da motivo a optimismo. Europa ha adjutate pro trovar un solution pacific e democratic in le crise in Ukraina. Io es felice de constatar que supporto pro un politica estranier europee ha crescite como le resultato de iste effortios juncte, specialmente in Polonia, iste pais remarcabile pro su ingagiamento.
Ma io pensa que il ha ancora numerose questiones a resolver pro le quales Europa es appellate a trovar un position commun. Io pensa al problemas non jam resolvite in le Balkanes, o in le Nationes Unite. Anque le lucta contra le pauperate in le mundo es un de iste problemas.
X.
Le laureato del Premio de iste anno, le Presidente del Republica Italian Carlo Azeglio Ciampi, possede iste optimismo. Infatigabile ille porta le torcha europee. Carlo Azeglio Ciampi es un grande europee. Io spera que su ideas va continuar a esser audite in le Europa del futuro. Isto va beneficiar nos totos. Ille merita nostre gratitude e nostre recognoscimento.
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