PREMIO DEL CAROLO MAGNE 2005
Aachen - Aken - Aix-la-Chapelle - Aquisgrana - Urbs Aquensis - Aquisgranum - Aquae
le prime capital de Europa (AD 800)
Laudation del presidente federal
Horst Köhler

Le scopo de iste pagina es a demonstrar como apte interlingua es como un lingua commun europee pro cosas practic.
Vide etiam http://www.interlingua.fi/ceiafil/ceia.htm

An Christi Himmelfahrt, dem 5. Mai 2005, wurde im Krönungssaal des Rathauses, der ehemaligen Kaiserpfalz, der Internationale Karlspreis zu Aachen an den Präsidenten der Italienischen Republik, - S. E. Herrn Dr. Dr. Carlo Azeglio Ciampi verliehen in Würdigung seiner Lebensleistung um den europäischen Integrationsfortschritt und als Mittler zwischen den Welten.
Le die del Ascension de Christo, le 5 de maio 2005, le Premio international de Carolo Magne de Aachen esseva conferite in le Sala de Coronation del domo municipal, le ancian Kaiserpfalz, al Presidente del Republica Italian, dr. Carlo Azeglio Ciampi, in appreciation de su obra de vita in re le progresso del integration europee e como mediator inter le mundos.

Laudatio von Bundespräsident Horst Köhler anlässlich der Verleihung des Karlspreises zu Aachen an den italienischen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi aus Anlass der Verleihung des Karlspreises für 2005, Aachen, 05. Mai 2005




Sehr geehrter Herr Präsident Ciampi,
Majestät,
Herr Oberbürgermeister,
meine sehr verehrten Damen und Herren!

I.
Vor drei Jahren haben Sie selbst, Herr Präsident Ciampi, die Laudatio auf den Karlspreisträger gehalten. Sie sprachen über Geld. Denn es war der Euro, unsere gemeinsame europäische Währung, der 2002 den Karlspreis erhielt. Niemand war berufener als Sie, über dieses Thema zu sprechen. Für Sie stand fest, dass die Europäische Währungsunion der historische Schritt war, um die europäische Einigung unumkehrbar zu machen. Für Sie war auch immer klar: die Mitgliedschaft in der Währungsunion wird nicht verschenkt, sondern muss errungen werden. Jeder Mitgliedsstaat muss sich die notwendige Qualifikation und Stabilitätskultur erarbeiten. Das war Ihr Grundsatz. Sie selbst sorgten massgeblich dafür, dass Italien diesen Anspruch erfüllte.




Sie, Herr Präsident, gehören zu der Generation, die in ihrer Jugend vom Zweiten Weltkrieg überrollt wurde. Sie empfanden es als Wahnsinn, einander in Europa zu töten und die gemeinsame Kultur zu zerstören. Aus der Erfahrung dieses Krieges ist Ihr Einsatz für ein friedliches, vereintes Europa gewachsen. Seit Jahrzehnten arbeiten und werben Sie deshalb für Europa - mit Klarheit, Stetigkeit und Beharrlichkeit. So stehen Sie im besten Sinne für den Geist und die Leistung, die nach dem Zweiten Weltkrieg die europäische Einigungsgeschichte so erfolgreich und unvergleichlich gemacht haben.



Präsident Ciampi, erst vor wenigen Wochen haben wir uns in Neapel über die Zukunft Europas unterhalten. Ich spürte, wie Sie aus der Verantwortung gegenüber der Geschichte an der Vision von Europa festhalten. An einer Vision, die weit über eine wirtschaftliche und monetäre Union hinausgeht und auf der Grundlage gemeinsamer Werte und gemeinsamer Kultur eine tiefere Einheit anstrebt. Damit haben Sie mir aus dem Herzen gesprochen.


Sie stehen für mich neben Alcide De Gasperi, dem italienischen Gründungsvater des Vereinten Europa. Sie sind für mich persönlich ein Vorbild.

II.
Meine Damen und Herren,
Jedes Mal, wenn man sich über den Entwicklungsstand des europäischen Aufbauwerkes Gedanken macht, hat man zunächst den Eindruck, an einem Scheideweg angelangt zu sein." Das sagte ein anderer italienischer Karlspreisträger, Emilio Colombo.

Das war vor einem Vierteljahrhundert. Und das zeigt: Es war immer schwierig, Europa zusammenzuführen. Krisen hat es häufig gegeben. Wir sind meist gestärkt aus ihnen hervorgegangen. Heute steht Europa erneut an einem entscheidenden Punkt.


Sie, Präsident Ciampi, waren Gastgeber, als am 29. Oktober 2004 in Rom, der Gründungsstadt der Europäischen Gemeinschaft, der Verfassungsvertrag für Europa auf den Weg gebracht wurde. Sie haben anschliessend gesagt: ,Das ist der Geburtsakt der politischen Union, ein historischer Moment in der Geschichte unseres Kontinents".

Es liegt im besten Interesse der Menschen in Europa, dass der Verfassungsvertrag jetzt auch in Kraft tritt. Er festigt Europa als Wertegemeinschaft, er stärkt die europäische Demokratie und gibt dem Bürger mehr Rechte. Er ist notwendig, damit die Bürger die Vorteile eines handlungsf ähigen Europa erfahren können.




Meine Damen und Herren, wir alle spüren: die Welt ist im Umbruch. Eine neue Ordnung ist im Entstehen. Europa muss dabei aus wohlverstandenem Eigeninteresse sein Gewicht zur Geltung bringen. Ich glaube, die Welt würde auch ärmer, wenn Europa in diesem Prozess nicht eine starke Rolle spielen würde.

Wir wollen eine starke Rolle für Europa, weil Europa viel zu geben hat: als Friedensordnung und als Wirtschaftsmacht, als Gesellschaftsmodell und als Sicherheitspartner, mit seinen kulturellen Wurzeln und mit seinem historischen Bewusstsein. Gerade jetzt muss Europa sein Potential voll erschliessen.



Dieser Anspruch, den wir an uns selbst stellen, richtet sich gegen niemanden - schon gar nicht gegen die USA, die Europa so viel gegeben haben: das Leben vieler ihrer Söhne im Weltkrieg und jahrzehntelanges Engagement für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte. Daran zu erinnern, ist mir als Deutschem am Vorabend des Gedenkens an den 8. Mai 1945 wichtig.




Die USA und Europa ergänzen einander und können nur gemeinsam die Herausforderungen der neuen Zeit meistern. Das wird auch in den USA so gesehen. Präsident Bush hat dies jüngst durch seinen Besuch bei den europäischen Institutionen zum Ausdruck gebracht.

III.
Meine Damen und Herren,
halten wir uns vor Augen, was aus Europa in den vergangenen 50 Jahren geworden ist. Wir mögen es gelegentlich als selbstverständlich wahrnehmen und gar nicht mehr so recht zu schätzen wissen. Aber draussen, ausserhalb Europas bewundern uns viele für das Erreichte. Wo immer ich in den vergangenen Jahren in der Welt hingekommen bin, waren die Menschen beeindruckt von dem Modell Europa:



- Wir sind 25 Nationen, und Grenzen spielen keine Rolle mehr.

- 450 Millionen Menschen leben in einem grossen Heimatmarkt.

- Wir haben eine starke Währung, die schon in 12 Ländern gilt. Und die Währungsunion steht allen Mitgliedsstaaten offen.

- Rechtsstaatlichkeit, Respekt vor der Würde des Menschen und Schutz der Menschenrechte sind überall in der Union verankert.

- Wir besitzen eine wunderbare Vielfalt an Kultur, Sprache und Geistesgeschichte. Diese Vielfalt ist ein grosser Reichtum.

- Und schliesslich: in der Europäischen Union sind Muster politischen und wirtschaftlichen Denkens entstanden, die für die ganze Welt attraktiv und relevant sind.

IV.
Wir haben allen Grund, stolz auf das zu sein, was wir in Europa erreicht haben. Ich halte es deshalb für falsch, das Erreichte kleinzureden - oder die Probleme zu überzeichnen. Allerdings kann es auch keinen Zweifel geben: eine offene Debatte über Schwächen und unerledigte Aufgaben in Europa ist geboten, ja dringend notwendig.

Wir müssen Antworten geben auf kritische Fragen zum Erscheinungsbild und zur Zukunft der Europäischen Union. Was wir jetzt brauchen, sind überzeugte und überzeugende Europäer, die mit Standfestigkeit und langem Atem an der Baustelle Europa weiterarbeiten. Ein solcher Europäer ist Präsident Ciampi.


V.
Meine Damen und Herren,
Europa hat sich aus geschichtlicher Erkenntnis als Versöhnungs- und Friedensprojekt entwickelt. Heute muss es sich auch bewähren angesichts neuer Herausforderungen durch weltpolitische und weltwirtschaftliche Veränderungen. Wir müssen uns bewusst sein, dass es einer grossen Anstrengung bedarf, um das europäische Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das eine Kultur des sozialen Ausgleichs einschliesst, zukunftsfähig zu machen.

Mit der Lissabon-Strategie wurden die richtigen Ziele für Arbeit und Wohlstand in der Europäischen Union gesetzt. Jetzt müssen kraftvolle Taten folgen, damit Europa nicht weiter in seiner Wettbewerbsfähigkeit zurückfällt und politische Ziele glaubwürdig bleiben. Ich halte es für besonders wichtig, Europa bei Bildung sowie Forschung und Entwicklung nach vorne zu bringen.






Dabei können und müssen Kräfte auf Gemeinschaftsebene und in der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten gebündelt werden. Der Jungfernflug des neuen Airbus ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was wir erreichen können. Wir werden aber nachhaltigen Erfolg nur schaffen, wenn jeder Mitgliedsstaat sein Haus selbst in Ordnung bringt. Das gilt auch für mein Land. Reformen in Deutschland sind deshalb auch Teil deutscher Verantwortung für Europa. Diesen Weg haben wir eingeschlagen.



VI.
Meine Damen und Herren,
ein leistungsstarker Binnenmarkt ist die strategische Antwort Europas auf den verschärften Wettbewerb in der Globalisierung. Er hilft uns, eigene Vorstellungen über eine Globalisierung mit menschlichem Gesicht zur Geltung zu bringen. Deshalb sollten wir bei allen aktuellen Schwierigkeiten die langfristigen Vorteile von Freizügigkeit im grossen Binnenmarkt im Blick behalten. Aber nicht nur die wirtschaftliche Integration im Binnenmarkt, auch die gemeinsame Währung bietet uns die Kraft, die Vorteile der Globalisierung zu nutzen und ihre Risiken zu begrenzen.



Sind wir uns eigentlich bewusst, welchen Beitrag der Euro zu Stabilität in Europa geleistet hat? Ich erinnere mich noch genau daran, wie im Jahre 1992/93 Spannungen im Europäischen Währungssystem zu dessen Suspendierung geführt haben. Ich selbst bin damals nach Rom gereist, um mit der italienischen Regierung und dem damaligen Notenbankpräsidenten Ciampi eine Antwort zu finden. Die währungspolitische Krisensituation war politisch wie menschlich mit bedrückenden Belastungen verbunden. Präsident Ciampi und ich haben das damals gemeinsam in schwierigen Diskussionen erlebt. Und heute? Heute gehören Währungskrisen in Europa der Vergangenheit an. Und der Euro trägt wesentlich zur Stabilität des ganzen Weltwährungssystems bei!



VII.
Meine Damen und Herren,
im vergangenen Jahr habe ich auf dem Marktplatz von Tallinn, der Hauptstadt von Estland, deutsche, estnische und polnische Studenten getroffen. Da war die Begeisterung greifbar für die Offenheit der Grenzen und für die bereichernden Begegnungen an einer ausländischen Universität. Die jungen Leute empfanden Freude an Europa. Das hat mir Mut für die Zukunft der Union gemacht.

Aber ich weiss auch: der Gedanke an das offizielle Europa löst bei vielen Menschen auch Anderes aus: nämlich Unwillen über fehlende Transparenz, über Regelungswut und Bürokratie. Oft herrscht schlicht Unwissen, wie dieses Europa funktioniert. Und das macht die Sache nicht leichter.



Wir müssen uns alle viel mehr darum bemühen, Europa den Menschen zu erklären. Das beginnt schon mit der Sprache. Zu häufig sind die europäischen Dokumente von Formelkompromissen und technokratischer Fachsprache geprägt. Ich weiss aus eigener Erfahrung mit dem Vertrag von Maastricht, wie leicht das passiert. Kommission und die Regierungen der Mitgliedsstaaten müssen daher die Aufgabe ernster nehmen, dem Bürger die europäischen Entscheidungen so zu vermitteln, dass er sie verstehen und nachvollziehen kann. Nur so kann Vertrauen in Europa bei denen wachsen, für die Europa da ist: bei den Bürgern.






Und Vertrauen in Europa wird der Bürger auch nur dann haben, wenn ihm die Angst genommen wird, dass eine anonyme Bürokratie alles über einen Kamm schert. Kommission und Ministerräte sollten kluge Mässigung ihres Regelungseifers zeigen. Was die Menschen, in ihrer Gemeinde, in ihrer Region und in ihrem Land aus eigener Kraft vernünftig selbst entscheiden können, sollen sie auch selbst entscheiden. Nach Brüssel gehören nur die Fragen, die auf europäischer Ebene besser geregelt werden können.




Meine Damen und Herren,
Wenn es uns nicht gelingt, Europas Seele zu vermitteln, verlieren wir Europa", hat Jacques Delors gesagt. Wir sollten die Mahnung dieses anderen grossen Europäers ernst nehmen. Ich halte es für überfällig, eine Diskussion darüber zu führen, was die Identität Europas ausmacht. Und ich denke, dass wir jetzt eine Konsolidierungsphase in der Europapolitik brauchen, damit die Bürger besser verstehen, was Europa ist und wo sein weiterer Weg hinführen soll.



VIII.
Einen selbstkritischen Blick brauchen wir aber nicht nur in Brüssel, sondern besonders auch in den Hauptstädten der Mitgliedsstaaten. Ich warne davor, die Handlungsfähigkeit Europas zugunsten kurzfristiger Vorteile in der innenpolitischen Auseinandersetzung in den Mitgliedsstaaten zu verspielen. Und ich frage mich: wie steht es um das europäische Gemeinschaftsbewusstsein, das immer auch das Interesse der anderen im Auge behält? Der Versuchung, vorwiegend nationalen Egoismen zu folgen, sind alle Mitgliedsstaaten ausgesetzt. Zu Recht, Präsident Ciampi, erinnern Sie aber insbesondere die grossen Gründerstaaten daran, dass sie eine besondere Verantwortung für Europa haben.







Meine Damen und Herren,
Initiativen für Europa können und sollen von allen Mitgliedsstaaten ausgehen. Meine Erfahrung ist, dass kleinere Mitgliedsstaaten oft darauf warten, dass grössere die weiterführenden Entwicklungen anstossen. Aber gut können Initiativen nur sein, wenn sie auch auf die Interessen der anderen, kleineren ausgerichtet sind und damit der Gemeinschaft als Ganzes zugute kommen. Nur dann werden sie dauerhaften Erfolg haben. Europa kann eben nur gelingen, wenn sich alle Mitgliedsstaaten in ihm aufgehoben fühlen. Häufig macht hier auch der Ton die Musik. Führung mit Blick auf das Ganze ist gefordert. Dafür gibt es viele gelungene Beispiele, und wir alle wissen, wie viel Kraft etwa in der deutsch-französischen Zusammenarbeit stecken kann.





IX.
Meine Damen und Herren,
eine gemeinsame, europäische Aussenpolitik ist das wichtigste Feld, auf dem sich die Europäische Union in den kommenden Jahren fortentwickeln muss. Wir müssen entschlossen an dieser Aufgabe weiterarbeiten. Europa wird seine Relevanz im eigenen Interesse und im Interesse einer tragfähigen neuen Weltordnung nachhaltig stärken, wenn es mit einer Stimme spricht.

Wir haben ja Ansätze, die optimistisch stimmen. Europa hat daran mitgewirkt, die Krise in der Ukraine friedlich und demokratisch zu lösen. Ich freue mich auch darüber, dass die Zustimmung zu einer europäischen Aussenpolitik im Gefolge dieser gemeinsamen Anstrengung gewachsen ist, ganz besonders in dem so engagierten Polen.


Ich sehe aber noch viele Fragen, in denen Europa aufgerufen ist, eine gemeinsame Haltung zu finden. Ich denke an die noch ungelösten Probleme auf dem Balkan, oder an die Vereinten Nationen. Auch die Bekämpfung der Armut auf der Welt gehört dazu.

X.
Meine Damen und Herren,
Alcide De Gasperi sagte 1952 hier in Aachen: "Der Optimismus ist eine konstruktive Kraft, wenn es darum geht, ein grosses politisches und menschliches Ideal zu realisieren, wie es die europäische Einigung darstellt".

Unser heutiger Preisträger, der italienische Präsident Carlo Azeglio Ciampi, besitzt diesen Optimismus. Er trägt die europäische Fackel unermüdlich weiter. Carlo Azeglio Ciampi ist ein grosser Europäer. Ich wünsche mir, dass sein Denken im Europa der Zukunft Bestand haben wird. Das wird uns allen dienen. Wir sind ihm zu Dank und Anerkennung verpflichtet.

Citation by Federal President Horst Köhler on the occasion of the award of the International Charlemagne Prize to President Carlo Azeglio Ciampi Aachen, 05. Mai 2005




President Ciampi,
Your Majesty,
Mr Mayor,
Ladies and gentlemen,


I.
Three years ago, President Ciampi, you yourself gave the citation for the recipient of the International Charlemagne Prize. You spoke about money. For the euro, our single European currency, received this Prize in 2002. There was no better person to speak on this subject. For you were convinced that the European Monetary Union was the historic step which would make European integration irreversible. And it was always clear to you that membership of the Monetary Union cannot be taken for granted but, rather, that it has to be earned. Every member state must fulfil the criteria and create the necessary stability culture. This was the principle to which you adhered. You yourself did much to ensure that Italy fulfilled these requirements.



Mr President, you belong to the generation of young people which was engulfed by the Second World War. You thought it was madness for Europeans to kill each other and to destroy their common culture. Your commitment to a peaceful and united Europe originated from your experiences in this war. For many decades now, you have therefore been working and campaigning for Europe - with clarity, constancy and perseverance. You therefore stand, in the best sense of the word, for the spirit and achievement which made European integration so successful and unique following the Second World War.

President Ciampi, we spoke about Europe's future in Naples just a few weeks ago. I had the feeling that you hold to the vision of Europe out of a sense of responsibility towards history. A vision which extends far beyond economic and monetary union and which is striving for deeper integration on the basis of common values and common culture. You thus expressed my own sentiments.


For me, you stand alongside Alcide De Gasperi, the Italian founding father of the United Europe. You are a shining example for me personally.

II.
Another Italian recipient of the International Charlemagne Prize, Emilio Colombo, said that every time we think about the state of European integration our initial impression is that we have reached a crossroads.

That was a quarter of a century ago. And it shows that it has always been difficult to bring Europe together. There have been frequent crises, although we have usually emerged stronger from them. Today, Europe has once more reached a crucial point in its history.

President Ciampi, you were the host when the Constitutional Treaty for Europe was launched in Rome, the founding city of the European Community, on 29 October 2004. Afterwards you said that this marked the birth of political union, a historic moment in our continent's history.



It is in the best interests of the people of Europe that the Constitutional Treaty now enter into force. It consolidates Europe as a community of values. It strengthens European democracy and grants citizens more rights. It is necessary if citizens are to enjoy the advantages of an efficient Europe.



We all sense that the world is changing. A new order is emerging. In its own vested interests, Europe must bring its weight to bear. I believe that the world would be a poorer place if Europe were not to play a prominent role in this process.



We want Europe to play a strong role because Europe has much to give: as a continent with a peaceful order and as an economic power, as a model society and as a security partner, with its cultural roots and its awareness of history. It is crucial that Europe fully exploits its potential now.



This standard which we have set for ourselves is not directed against anyone - certainly not the US which has given Europe so much: the lives of many of its sons during the Second World War and many decades of commitment to freedom, democracy and human rights. It is important to me as a German to bring this to your attention on the eve of the commemoration of 8 May 1945.


The US and Europe complement one another and can only master the challenges of the new age if they act together. This is the view taken in the US, too. President Bush demonstrated this recently by visiting the European institutions.

III.
Let us recall how Europe has evolved during the last 50 years. We may sometimes take it for granted and no longer truly appreciate it. But in the world beyond Europe, many admire what we have achieved. Wherever I have gone during the last few years, people are always impressed by Europe:






- We are 25 nations, and borders are no longer of any significance.

- Some 450 million people live in one large single market.

- We have a strong currency which is already legal tender in 12 countries. And the Mone-tary Union is open to all member states.

- The rule of law, respect for the dignity of the individual and protection of human rights are anchored everywhere in the Union.

- We have a wonderful diversity of culture, language and intellectual history. This diversity is a source of great wealth.

- In the European Union, patterns of political and economic thinking have developed which are attractive and relevant to the whole world.

IV.
We have every reason to be proud of what we have achieved in Europe. I therefore believe it is wrong to belittle what we have accomplished - or to exaggerate our problems. However, there can be no doubt that an open debate about weaknesses and unfinished tasks in Europe is necessary, indeed imperative.

We must find answers to critical questions about the presentation and the future of the European Union. What we need now are convinced and convincing Europeans who are prepared to carry on building Europe with steadfastness and patience. President Ciampi is such a European.


V.
Europe has evolved as a reconciliation and peace project from the lessons learned from our history. Today, it must also prove itself in the face of the new challenges posed by the politi-cal and economic changes the world is experiencing. We must keep in mind that it will require considerable effort to make the European economic and social model, which includes a culture of social harmony, fit for the future.



The Lisbon Strategy set the right goals on employment and prosperity in the European Union. Decisive action must now follow if Europe's competitiveness is not to diminish further and political aims are to remain credible. I believe it is particularly important that we in Europe push ahead in the spheres of education, as well as research and development.






In doing so, we can, and indeed must, pool our resources at Community level and in the coop-eration among member states. The maiden flight of the new Airbus is an impressive example of this. However, we will only have lasting success if every member state sorts out its own problems. That also applies to my own country. Reforms in Germany are therefore also part of Germany's responsibility towards Europe. We have already embarked along this path.



VI.
An efficient single market is Europe's strategic response to the tougher competition generated by globalization. It will help us to gain acceptance for our own ideas about globalization with a human face. Thus, despite all the current difficulties, we should stay focused on the long-term advantages of freedom of movement in the large single market. Not only economic inte-gration in the single market but also the single currency gives us the strength to take advan-tage of the benefits of globalization and to limit the risks.




Are we really aware of the contribution the euro has made towards stability in Europe? I well recall how tensions within the European Monetary System led to its suspension in 1992/93. I myself travelled to Rome at that time to consult with the Italian Government and the then Central Bank President Ciampi to find a solution. The monetary crisis brought with it acute strains, both in political and interpersonal terms. President Ciampi and I experienced this together in those days during difficult discussions. And today? Today, currency crises in Europe are a thing of the past. And the euro has done much to foster the stability of the entire global monetary system!





VII.
Last year I met German, Estonian and Polish students in the market square in Tallinn, the capital of Estonia. The enthusiasm for open borders and for valuable encounters at a univer-sity abroad was tangible. These young people derived great pleasure from Europe. That gave me hope for Europe's future.



But I also know that the idea of the institutional Europe evokes other sentiments in many people: namely, irritation about the lack of transparency, the regulatory frenzy and bureau-cracy. Often people simply do not know how this Europe works. And that does not make things any easier.



We must all make more of an effort to explain Europe to people. That begins with language. Too often, European documents are marked by the convoluted wording born of compromises and technocratic jargon. I know from my own experience with the Maastricht Treaty how easily that can happen. The Commission and member states' governments must therefore seri-ously tackle the task of conveying European decisions to citizens in such a way that they understand and comprehend them. This is the only way to engender confidence in Europe in those for whom Europe was created: for its citizens.





And citizens will only have confidence in Europe if they no longer fear that an anonymous bureaucracy lacks the ability to differentiate. The Commission and Councils of Ministers should wisely restrain their desire to regulate everything. What people in their communities, regions and countries can sensibly decide for themselves, should be decided by them. Only those issues which can best be regulated at European level should be decided in Brussels.



Jacques Delors said that if we do not manage to give a soul to Europe, we will lose it. We should take this warning by another great European seriously. I believe that a discussion on Europe's identity is long overdue. And I think that we now need a phase of consolidation in European policy so that citizens can better understand what Europe is and where it is to head in future.






VIII.
However, self-criticism is needed not only in Brussels but particularly in the capital cities of the member states. We must not throw away Europe's effectiveness in order to gain short-term advantages in domestic debates. And I also ask myself: what about the European sense of community, which always also takes into consideration the interests of others? Every member state is confronted with the temptation to mainly focus on national interests. President Ciampi, you rightly remind the major founding states that they have a special responsibility for Europe.








Initiatives for Europe can and should come from all member states. My experience is that smaller member states often wait until the larger ones propose further-reaching developments. However, initiatives can only be good if they are also geared to the interests of other, smaller member states and thus benefit the Community as a whole. Only then will they have lasting success. Europe will only succeed if all member states feel at home in it. Often it is not what is said but how it is said that matters. Leadership which takes into account the welfare of the whole Community is required. There are many successful examples of this and we all know, for instance, how much energy goes into Franco-German cooperation.




IX.
A common European foreign policy is the most important sphere in which the European Union must be further developed in the coming years. We must continue to resolutely work on this. Europe will greatly increase its importance in its own interests and in the interests of a viable new world order if it speaks with one voice.

There are indeed initiatives which give cause for optimism. Europe has helped find a peaceful and democratic solution to the crisis in Ukraine. I am also pleased that support for a European foreign policy has grown as a result of these joint efforts, especially in Poland which has shown such commitment.


However, I still see many questions in which Europe is called upon to find a common stance. I am thinking here of the still unresolved problems in the Balkans and of the United Nations. The fight against global poverty is another of these issues.

X.
Alcide De Gasperi said here in Aachen in 1952 that optimism is a constructive force when it comes to realizing a great political and human ideal such as European integration.


Today's recipient of the International Charlemagne Prize, the Italian President Carlo Azeglio Ciampi, has this optimism. He carries the European torch with tireless dedication. Carlo Azeglio Ciampi is a great European. I hope that his ideas will continue to be heard in tomor-row's Europe. That will benefit us all. He deserves our thanks and recognition.

Discours prononcé par Monsieur Horst Köhler, Président de la République fédérale d´Allemagne, en l´honneur de Monsieur Carlo Azeglio Ciampi, Président de la République italienne, á l´occasion de la remise du Prix international Charlemagne d´Aix-la-Chapelle Aix-la-Chapelle, 05. Mai 2005

Monsieur le Président,
Majesté,
Monsieur le Maire,
Mesdames, Messieurs,


I.
Il y a trois ans, c'est vous-même, Monsieur le Président, qui avez prononcé le discours en l'honneur du lauréat du Prix international Charlemagne. Ce discours avait pour thème l'argent car, en 2002, le Prix avait été décerné à l'euro, notre monnaie européenne commune. Aucune autre personnalité n'était mieux qualifiée que vous pour traiter de ce sujet. Vous étiez ferme-ment convaincu que l'Union monétaire européenne était l'étape historique devant faire de l'intégration européenne un processus irréversible. Il n'a jamais fait de doute pour vous que l'appartenance à l'Union européenne n'est pas un cadeau mais le fruit d'un long travail. Chaque état membre doit se qualifier et se doter de la culture de stabilité nécessaire. Tel était votre principe. Vous vous êtes investi personnellement pour que l'Italie satisfasse à cette exigence.

Monsieur le Président, vous appartenez à la génération dont la jeunesse a été emportée par les événements de la Seconde Guerre mondiale. à vos yeux, le fait de s'entretuer en Europe et de détruire la culture commune était une pure folie. C'est cette expérience de la guerre qui a forgé votre engagement en faveur d'une Europe pacifique et unie. Depuis plusieurs décennies, vous ouvrez en faveur de l'Europe et vous en défendez la cause, avec clarté, constance et per-sévérance. Vous incarnez donc parfaitement l'esprit et le travail qui, au lendemain de la Seconde Guerre mondiale, ont fait de l'intégration européenne une histoire à succès sans pré-cédent.

Monsieur le Président, nous nous sommes rencontrés à Naples il y a quelques semaines et nous avons parlé de l'avenir de l'Europe. J'ai senti combien, animé d'un sentiment de respon- sabilité à l'égard de l'histoire, vous restez attaché à cette vision de l'Europe, à une vision qui va beaucoup plus loin qu'une union économique et monétaire et qui aspire à une unité plus profonde, basée sur des valeurs et sur une culture communes. Vous avez dit tout haut ce que j'ai toujours pensé.

Proche d'Alcide De Gasperi, le père fondateur italien de l'Europe unie, vous êtes pour moi un exemple.


II
Emilio Colombo, autre lauréat italien du Prix international Charlemagne, a dit "Chaque fois que l'on réfléchit à l'état de la construction européenne, on a l'impression tout d'abord d'être arrivé à un tournant."


Vingt-cinq ans se sont écoulés depuis, ce qui prouve que l'unification de l'Europe a toujours été une tâche difficile. Il y a souvent eu des crises et, la plupart du temps, nous en sommes sortis plus forts. Aujourd'hui, l'Europe se trouve de nouveau à un tournant décisif.

Monsieur le Président, vous étiez l'hôte de la réunion qui s'est déroulée le 29 octobre 2004 à Rome, la ville de la création de la Communauté européenne, qui a vu le lancement du Traité établissant une constitution pour l'Europe. Vous avez dit à cette occasion: "C'est l'acte de naissance de l'union politique, un moment historique dans l'histoire de notre continent."

Pour le bien des hommes et des femmes en Europe, il faut maintenant que le traité constitutionnel entre en vigueur. Il consolide l'Europe en tant que communauté de valeurs, il renforce la démocratie européenne et donne davantage de droits au citoyen. Ce traité est nécessaire pour que les citoyens puissent se rendre compte des avantages que présente une Europe capable d'agir.

Nous sentons tous que le monde est en plein changement. Un nouvel ordre est en train de naître. Dans ce processus, il faut que l'Europe, forte de son intérêt bien compris, se mette en valeur. Je pense que le monde s'appauvrirait si l'Europe ne jouait pas un rôle décisif dans ce processus.

Nous voulons que l'Europe joue un rôle décisif car elle peut apporter une contribution pré- cieuse, en tant qu'ordre de paix et puissance économique, modèle de société et partenaire de sécurité, grâce à ses racines culturelles et à sa conscience historique. Le moment est venu pré-cisément pour l'Europe d'exploiter pleinement son potentiel.

Cette exigence que nous formulons à notre propre égard n'est dirigée contre personne et sur- tout pas contre les états-Unis qui ont tant donné à l'Europe: la vie de nombre de leurs fils pendant la Seconde Guerre mondiale et, des décennies durant, leur engagement en faveur de la liberté, de la démocratie et des droits de l'homme. Je tiens beaucoup à le rappeler en ma qualité d'Allemand, à la veille de la commémoration du 8 mai 1945.

Les états-Unis et l'Europe se complètent et ils ne pourront relever les défis de l'ère nouvelle qu'en coopérant. Tel est également l'avis des états-Unis, comme l'a exprimé le Président Bush dernièrement lors de sa visite auprès des institutions européennes.

III
Regardons un peu ce qu'est devenue l'Europe au cours de ces dernières cinquante années. Nous avons parfois tendance à considérer que ce sont des choses toutes naturelles et nous ne savons plus très bien en apprécier la valeur. Mais au dehors, à l'extérieur de l'Europe, beau- coup nous admirent pour les résultats que nous avons obtenus. Partout où je me suis rendu au cours de ces dernières années de par le monde, les gens étaient impressionnés par le modèle européen:

- Nous sommes 25 nations et les frontières n'ont plus aucune importance.

- 450 millions d'hommes et de femmes vivent à l'intérieur d'un grand marché unique.

- Nous avons une monnaie forte valable dans douze pays déjà. Et tous les états membres peuvent accéder à l'Union monétaire.

- L'état de droit, le respect de la dignité humaine et la protection des droits de l'homme sont ancrés partout dans l'Union.

- Nous possédons une diversité de cultures, de langues et de philosophies qui est mer-veilleuse. Cette diversité fait notre grande richesse.

- Des schémas de pensée politiques et économiques sont nés au sein de l'Union euro-péenne qui suscitent l'intérêt du monde entier.

IV.
Nous avons tout lieu d'être fiers de ce que nous avons réalisé en Europe. Je pense donc que c'est une erreur de minimiser les résultats ou de surestimer les problèmes. Mais il ne fait aucun doute non plus qu'un débat ouvert s'impose sur les faiblesses et sur les problèmes à résoudre en Europe, et qu'il est même extrêmement urgent.

Nous devons répondre aux questions critiques à propos de l'identité et de l'avenir de l'Union européenne. Pour cela, nous avons besoin désormais d'Européens convaincus et sachant convaincre, qui s'attachent à poursuivre l'ouvre de la construction européenne. Le président Ciampi est un Européen de cette envergure.

V.
Ayant su tirer les enseignements de l'histoire, l'Europe est devenue un projet de réconciliation et de paix. Aujourd'hui, elle doit également faire ses preuves face aux nouveaux défis engen-drés par les changements politiques et économiques sur la scène mondiale. Nous devons être conscients que de grands efforts s'imposent pour durabiliser le modèle économique et social européen doté d'une culture de l'équilibre social.


La stratégie de Lisbonne définit très bien les objectifs à remplir en faveur du travail et de la prospérité au sein de l'Union européenne. Il faut maintenant que ces décisions se traduisent par des mesures énergiques afin d'éviter que l'Europe ne continue à perdre de la vitesse en termes de compétitivité et afin que les objectifs politiques restent crédibles. Il est particu-lièrement important à mes yeux de faire progresser l'Europe dans le domaine de l'éducation ainsi que de la recherche et du développement.

Pour cela, il est possible et nécessaire de regrouper les forces qui existent au niveau commu-nautaire et qui résultent de la coopération entre les états membres. Le vol inaugural du nouvel airbus en apporte une preuve impressionnante. Mais pour que la réussite soit durable, chaque état membre doit résoudre lui-même ses problèmes et cela vaut également pour mon pays. C'est pourquoi les réformes qui s'imposent en Allemagne participent également de notre res-ponsabilité à l'égard de l'Europe. Nous nous sommes engagés dans cette voie.

VI.
Un marché intérieur performant, telle est la réponse stratégique de l'Europe face à l'aggra-vation de la concurrence due à la mondialisation. Ce marché nous aide à faire valoir nos propres idées à propos d'une mondialisation à visage humain. C'est pourquoi, en dépit de toutes les difficultés actuelles, nous ne devrions pas perdre de vue les avantages qui résultent à long terme de la libre circulation au sein du grand marché unique. Mais il n'y a pas que l'intégration économique au sein du marché unique, il y a aussi la monnaie commune qui nous donne la force d'exploiter les avantages de la mondialisation et de limiter ses risques.

Avons-nous bien conscience de la contribution que l'euro a apportée à la stabilité de l'Europe? Je me souviens très bien des tensions qui ont marqué le système monétaire européen en 1992/93 et qui ont provoqué sa suspension. à l'époque, je m'étais moi-même rendu à Rome pour essayer de trouver une réponse avec le gouvernement italien et l'ancien président de la banque centrale, M. Ciampi. La crise monétaire engendrait de lourdes hypothèques au plan politique comme au plan humain. Le président Ciampi et moi-même en ont été témoins à l'époque lors de discussions difficiles. Et aujourd'hui? Aujourd'hui, les crises monétaires en Europe appartiennent au passé. Et l'euro contribue considérablement à la stabilité de tout le système économique mondial!

VII.
L'année dernière, j'ai rencontré sur la place du marché de Tallinn, capitale de l'Estonie, des étudiants allemands, estoniens et polonais. Ils étaient pleins d'enthousiasme devant l'ouverture des frontières et devant les rencontres enrichissantes qu'ils faisaient dans une université étran-gère. L'Europe suscitait un sentiment de joie chez ces jeunes et j'y ai vu un signe d'encou-ragement pour l'avenir de l'Europe.

Mais je sais aussi que l'idée de l'Europe officielle suscite également chez bon nombre de per- sonnes des sentiments tout autres et notamment un sentiment de mécontentement au sujet du manque de transparence, de l'excès de réglementation et de la bureaucratie. Souvent, les gens ne savent pas comment fonctionne cette Europe. Et cela ne simplifie pas les choses.

Nous sommes tous appelés à redoubler d'efforts pour expliquer l'Europe aux citoyens. Cela commence d'abord par le langage. Trop souvent, les documents européens sont caractérisés par des compromis de formules et par un langage de technocrates. Je le sais trop bien pour en avoir fait personnellement l'expérience avec le traité de Maastricht. Il faut donc que la Com-mission et les gouvernements des états membres prennent davantage au sérieux la tâche qui consiste à informer le citoyen des décisions européennes de façon à ce qu'il puisse les com-prendre et en mesurer les conséquences. C'est la seule façon pour que la confiance grandisse en Europe chez ceux pour lesquels elle a été créée, c'est-à-dire chez les citoyens.

Et le citoyen n'aura confiance en l'Europe que lorsqu'il n'aura plus peur de voir une bureau-cratie anonyme agir sans faire de distinction. La commission et les conseils des ministres devraient avoir la sagesse de modérer leur ardeur à la réglementation. Il faut laisser les citoyens prendre eux- mêmes les décisions qu'ils sont capables de prendre de manière sensée dans leur commune, leur région et leur pays. Bruxelles ne doit s'occuper que des questions qui peuvent être mieux réglées au niveau européen.



"Si nous n'arrivons pas à donner une âme à l'Europe, nous aurons perdu la partie", voilà ce qu'a dit Jacques Delors. Nous devrions prendre au sérieux cette mise en garde venant de la bouche d'un autre grand Européen. Je considère qu'il est grand temps de mener une discussion sur les éléments de l'identité européenne. Et je pense que nous avons besoin maintenant d'une phase de consolidation en politique européenne afin que les citoyens comprennent mieux ce qu'est l'Europe et comment elle doit évoluer à l'avenir.

VIII.
Nous n'avons pas seulement besoin de jeter un regard critique en direction de Bruxelles mais aussi et surtout en direction des capitales des états membres. Je ne peux que mettre en garde et conseiller de ne pas compromettre les possibilités qu'offre une Europe capable d'agir en exploitant un avantage à court terme en fonction du débat politique intérieur dans les diffé-rents états membres. Et je me demande qu'en est-il de l'esprit de solidarité qui doit toujours tenir compte également de l'intérêt de l'autre? Tous les états membres sont exposés à la tenta-tion d'agir essentiellement en fonction de leurs égoïsmes nationaux. Monsieur le Président, vous avez raison de rappeler notamment aux grands états fondateurs qu'une responsabilité particulière leur incombe à l'égard de l'Europe.

Tous les états membres sont capables de développer des initiatives en faveur de l'Europe et ils sont appelés à le faire. L'expérience m'a appris que les petits états attendent souvent que les grands déclenchent de nouveaux développements. Mais, pour être fructueuses, ces initiatives doivent servir également les intérêts des autres états, des petits états et profiter ainsi à la communauté dans son ensemble. C'est le seul moyen de garantir leur succès à long terme. L'Europe ne peut réussir que si tous les états membres sentent que leur destin est entre de bonnes mains. Souvent, c'est le ton qui fait la chanson. Il faut conduire les affaires en ne per-dant pas de vue le système dans son ensemble. Il y a déjà eu de nombreux exemples positifs et nous connaissons tous l'énergie que peut générer par exemple la coopération franco-alle-mande.

IX.
Ces prochaines années, l'Union européenne devra s'atteler en priorité à définir une politique étrangère commune. Ce travail, nous devons le poursuivre avec détermination. L'Europe verra son rôle renforcé de manière durable si elle arrive à parler d'une même voix et cela servira son propre intérêt dans la perspective d'un nouvel ordre mondial porteur d'avenir.

Des premiers pas ont déjà été faits qui nous permettent d'être optimistes. L'Europe a contribué à trouver une solution pacifique et démocratique à la crise en Ukraine. Je suis heureux de constater que, suite à ces efforts, l'adhésion à une politique étrangère européenne a grandi, tout particulièrement en Pologne, ce pays remarquable pour son engagement.

Mais je pense qu'il y a encore de nombreuses questions à résoudre pour lesquelles l'Europe est appelée à définir une position commune. Je pense aux problèmes qui persistent dans les Balkans ou à l'ONU. Mais la lutte contre la pauvreté dans le monde en fait partie également.

X.
Alcide De Gasperi a dit à Aix-la-Chapelle en 1952: "L'optimisme est une force constructive lorsqu'il s'agit de réaliser un grand idéal politique et humain tel l'unification de l'Europe."


Cet optimisme caractérise également notre lauréat d'aujourd'hui, le Président italien M. Carlo Azeglio Ciampi. Infatigable, il continue de porter le flambeau européen. Carlo Azeglio Ciampi est un grand Européen. Puisse sa pensée porter des fruits dans l'Europe de l'avenir. Nous en bénéficierons tous. Nous lui devons à la fois nos remerciements et notre reconnaissance.

Laudatio del Presidente Federale Horst Köhler in occasione del conferimento del Premio Carlo Magno al Presidente della Repubblica Italiana Carlo Azeglio Ciampi
Aquisgrana, il 5 maggio 2005





Stimato Presidente Ciampi,
Maestà,
signor Sindaco,
gentili Signore e Signori!


I.
Tre anni fa, Lei stesso, stimato Presidente Ciampi, aveva pronunciato la laudatio in onore dell'assegnatario del Premio Carlo Magno. Lei parlò del denaro. Infatti proprio la nostra moneta comune europea, l'euro, aveva ricevuto allora il Premio Carlo Magno. Nessun'altra persona sarebbe stata più idonea di Lei per parlare di questo tema. Lei era convinto che l'Unione Monetaria Europea fosse il passo storico per rendere irreversibile l'unificazione europea. Per Lei era stato sempre chiaro che l'adesione all'Unione Monetaria non viene regalata, ma deve essere conquistata. Ogni Stato membro deve guadagnarsi la necessaria qualificazione e cultura di stabilità. Questo era il Suo principio. Lei stesso si era adoperato in modo determinante affinché l'Italia soddisfacesse tale requisito.


Lei, signor Presidente, appartiene a quella generazione che negli anni della giovinezza fu travolta dalla Seconda Guerra Mondiale. Uccidersi a vicenda in Europa e distruggere la cultura comune, Lei l'aveva sentito come una follia. Dall'esperienza di quella guerra è nato il Suo impegno a favore di un'Europa pacifica, unita. Da decenni perciò lavora a favore dell'Europa promuovendola con chiarezza, costanza e tenacia. Perciò Lei è nel migliore dei sensi il simbolo dello spirito e dei risultati che, dopo la Seconda Guerra Mondiale, hanno reso così fruttuosa e incomparabile la storia dell'unificazione europea.

Stimato Presidente Ciampi, proprio poche settimane fa parlando assieme a Napoli sul futuro d'Europa, ho capito come Lei rimanga fedele alla visione dell'Europa per senso di responsabilità nei confronti della storia. A una visione, che va ben al di là di un'unione economico-monetaria e che, appoggiandosi ai valori comuni e alla cultura comune, mira ad un'unità più profonda. Con le sue parole mi ha letto nell'animo.


Per me il Suo posto è accanto ad Alcide De Gasperi, il padre fondatore italiano dell'Europa unita. Per me personalmente Lei è un modello.

II.
"Ogni volta che si riflette sullo stadio di sviluppo della costruzione europea, come prima cosa si ha l'impressione di essere giunti ad un bivio". Lo disse un altro assegnatario italiano del Premio Carlo Magno: Emilio Colombo.

Lo disse un quarto di secolo fa. E ciò dimostra che è stato sempre difficile unire l'Europa. Spesso ci sono state delle crisi. Da esse, generalmente, ne siamo usciti rafforzati. Oggi l'Europa si trova nuovamente ad un punto decisivo.


Lei, stimato Presidente Ciampi, ci ospitò il 29 ottobre 2004 a Roma, la città in cui fu fondata la Comunità Europea, in occasione dell'avvio del Trattato della Costituzione Europea. Alla fine della cerimonia disse: "È l'atto di nascita di una Unione politica, non solo economica e sociale; un evento unico della storia del nostro continente".

È nel miglior interesse dei cittadini europei che il Trattato della Costituzione ora entri pure in vigore. Esso rafforza l'Europa come comunità di valori, potenzia la democrazia europea e dà al cittadino maggiori diritti. Esso è necessario affinché i cittadini possano toccare con mano i vantaggi di un'Europa in grado di agire.



Noi tutti avvertiamo che il mondo sta compiendo un radicale cambiamento. Sta nascendo un nuovo ordine. L'Europa in questo contesto deve far valere il suo peso nel proprio legittimo interesse. Credo che il mondo si impoverirebbe pure, se l'Europa non giocasse un ruolo importante in questo processo.

Noi vogliamo un ruolo importante per l'Europa perché l'Europa ha molto da dare: in qualità di ordine di pace e in qualità di potenza economica, come modello di società e come partner per la sicurezza, con le sue radici culturali e con la sua consapevolezza storica. Proprio adesso l'Europa deve sfruttare pienamente il suo potenziale.

Questa esigenza che poniamo a noi stessi, non si rivolge contro nessuno, tanto meno contro gli Stati Uniti d'America, che hanno dato così tanto all'Europa: la vita di tanti loro figli nella Guerra Mondiale e l'impegno decennale a favore della libertà, della democrazia e dei diritti dell'uomo. Ricordare ciò, per me come tedesco è importante alla vigilia delle commemorazioni per l'8 maggio 1945.


Gli Stati Uniti e l'Europa si completano a vicenda e solamente unite possono affrontare le sfide della nuova epoca. Anche negli USA lo vedono nello stesso modo. Il Presidente Bush lo ha espresso durante la sua recente visita alle istituzioni europee.

III.
Richiamiamo alla mente come è cambiata l'Europa negli ultimi cinquant'anni. Anche se talvolta ci sembra ovvio e non lo sappiamo più neppure veramente apprezzare. Però all'esterno, al di fuori dell'Europa, molti ci ammirano per quello che abbiamo raggiunto. In tutti i luoghi del mondo in cui mi sono recato negli ultimi anni, la gente era impressionata dal modello Europa:




- Siamo 25 nazioni, e i confini non contano più.

- 450 milioni di persone vivono in un grande mercato domestico.

- Abbiamo una moneta forte, che vale già in 12 paesi. E l'Unione monetaria è aperta a tutti gli altri Stati membri.

- Lo stato di diritto, il rispetto per la dignità dell'uomo e la tutela dei diritti dell'uomo sono ancorati dovunque nell'Unione.

- Possediamo una meravigliosa varietà di culture, lingue e storia del pensiero. Questa varietà è una grande ricchezza.

- Nell'Unione Europea sono nati modelli di pensiero politico ed economico, attraenti e rilevanti per il mondo intero.

IV.
Abbiamo tutte le ragioni per essere orgogliosi di quello che abbiamo raggiunto in Europa. Ritengo perciò sbagliato sminuire quanto raggiunto, o descrivere a tinte troppo forti i problemi. Tuttavia non ci possono essere dubbi che un dibattito aperto sui punti di debolezza e sui compiti irrisolti in Europa è doveroso, anzi assolutamente necessario.

Dobbiamo dare delle risposte a domande critiche sull'immagine e sul futuro dell'Unione Europea. Quello di cui abbiamo bisogno oggi, sono europeisti convinti e convincenti, che con fermezza e perseveranza continuano a lavorare nel cantiere chiamato Europa. Un europeista di questo stampo è il Presidente Ciampi.

V.
L'Europa si è sviluppata dalla cognizione della storia come progetto di conciliazione e pace. Oggi deve pure dare prova di se stessa affrontando le nuove sfide rappresentate dallo sconvolgimento mondiale a livello politico ed economico. Dobbiamo essere coscienti che sono necessari grandi sforzi affinché il modello sociale ed economico europeo, che comprende anche la cultura dell'equilibrio sociale, abbia un futuro.



Con la strategia di Lisbona sono stati fissati gli obiettivi giusti per quanto riguarda il lavoro e il benessere nell'Unione Europea. Ora devono seguire atti vigorosi, in modo che l'Europa non continui a perdere competitività e che i suoi obiettivi politici rimangano credibili. Ritengo particolarmente importante che l'Europa avanzi nel campo dell'istruzione nonché della ricerca e sviluppo.





In questo contesto si possono e si devono congiungere le forze a livello comunitario e nella cooperazione tra gli Stati membri. Il volo inaugurale del nuovo Airbus ne è un importante esempio. Però riusciremo a raggiungere un successo duraturo soltanto se ognuno degli Stati membri fa ordine in casa propria. Ciò vale anche per il mio Paese. Le riforme in Germania, perciò, sono anche parte della responsabilità tedesca per l'Europa. Questa è la strada che abbiamo intrapreso.


VI.
Un mercato interno vigoroso è la risposta strategica dell'Europa a una concorrenza sempre più agguerrita nell'ambito della globalizzazione. Un mercato che ci aiuti a far valere la nostra concezione di globalizzazione dall'aspetto umano. Perciò, davanti a tutte le attuali difficoltà non dovremmo perdere di vista i vantaggi a lunga scadenza della libertà di circolazione nel grande mercato interno. Tuttavia non soltanto l'integrazione economica nel mercato interno, ma anche la moneta comune ci danno la forza di sfruttare i vantaggi della globalizzazione e limitarne i rischi.



Siamo veramente coscienti di quale sia stato il contributo dell'euro alla stabilità in Europa? Mi ricordo ancora perfettamente come certe tensioni nel Sistema monetario europeo, negli anni 1992/93, ne avevano causato la sospensione. Io stesso mi recai allora a Roma per parlare con il Governo italiano e trovare una risposta assieme all'allora governatore della Banca d'Italia, Carlo Azeglio Ciampi. La situazione di crisi politico-monetaria implicava sia politicamente che umanamente pesanti oneri. Il Presidente Ciampi ed io lo sperimentammo allora durante difficili discussioni. E oggi? Oggi le crisi monetarie in Europa appartengono al passato. E l'euro contribuisce essenzialmente alla stabilità di tutto il sistema monetario mondiale!


VII.
L'anno scorso sulla Piazza del Mercato di Tallinn, la capitale dell'Estonia, mi incontrai con degli studenti tedeschi, estoni e polacchi. Il loro entusiasmo per la permeabilità dei confini e per l'arricchimento apportato dagli incontri avuti in un'università straniera si toccava con mano. I giovani provavano gioia per l'Europa. Ciò mi ha infuso coraggio per il futuro d'Europa.


Però so pure che il pensiero dell'Europa ufficiale genera in molte persone anche altro, e cioè il malcontento per la mancanza di trasparenza, per il proliferare di regolamenti e burocrazia. Spesso domina semplicemente una carenza di conoscenze su come funziona quest'Europa. E ciò non facilita le cose.


Noi tutti dobbiamo sforzarci molto di più per spiegare meglio l'Europa ai suoi cittadini. Cominciando già dalla lingua. Troppo frequentemente i documenti europei sono caratterizzati da formule compromissorie e da un linguaggio tecnocratico. So per la mia esperienza personale con il Trattato di Maastricht com'è facile che ciò succeda. La Commissione e i Governi degli Stati membri devono perciò prendere più sul serio il compito di comunicare ai cittadini le decisioni europee facendo in modo che le possano comprendere e seguire. Soltanto così può crescere la fiducia in quelle persone per le quali esiste l'Europa e cioè per i suoi cittadini.




E fiducia nell'Europa i cittadini l'avranno soltanto se si toglierà loro la paura che una burocrazia anonima faccia di ogni erba un fascio. La Commissione e i Consigli dei Ministri farebbero bene a mostrare un'intelligente moderazione del loro zelo nel promulgare regolamentazioni. Quello che i cittadini stessi potrebbero decidere ragionevolmente con le proprie forze nell'ambito del loro comune, della loro regione e del loro Paese, devono pure poterlo decidere loro stessi. A Bruxelles dovrebbero competere unicamente quelle questioni che è meglio regolare a livello europeo.

"Se non riusciremo a trasmettere l'anima dell'Europa, perderemo l'Europa", ha affermato Jacques Delor. Dovremmo prendere sul serio l'ammonimento di quest'altro grande europeista. Ritengo che sia ormai scaduto il tempo di condurre una discussione su che cosa formi l'identità europea. E penso che adesso abbiamo bisogno di una fase di consolidamento nella politica europea in modo che i cittadini capiscano meglio che cos'è l'Europa e dove dovrebbe portare il suo ulteriore cammino.

VIII.
Di uno sguardo autocritico non abbiamo bisogno solamente a Bruxelles, ma soprattutto anche nelle capitali degli Stati membri. Vi metto in guardia: non si deve mettere in gioco la capacità di agire dell'Europa nell'ambito del confronto politico interno degli Stati membri a favore di vantaggi a breve termine. E poi mi chiedo: Come siamo messi con la consapevolezza comunitaria europea che tenga sempre in vista anche l'interesse degli altri? Alla tentazione di seguire prevalentemente gli egoismi nazionali, soggiacciono tutti gli Stati membri. A ragione, stimato Presidente Ciampi, Lei ricorda soprattutto ai grandi Stati fondatori la loro particolare responsabilità per l'Europa.





Le iniziative a favore dell'Europa possono e devono provenire da tutti gli Stati membri. La mia esperienza mi dice che spesso i piccoli Stati membri aspettano che i più grandi diano l'impulso per ulteriori sviluppi. Però le iniziative possono essere valide solamente se esse si orientano anche agli interessi degli altri Stati, quelli più piccoli, e quindi vanno a vantaggio della comunità nel suo complesso. Solo in tal caso avranno un successo duraturo. L'Europa può riuscire unicamente se tutti gli Stati membri si sentono in buone mani. Spesso in tale contesto è anche il tono che fa la musica. È richiesta una guida con uno sguardo d'insieme. Di ciò esistono tanti esempi ben riusciti, e noi tutti sappiamo quanta energia possa celarsi, ad esempio, nella cooperazione franco-tedesca.



IX.
Una politica estera comune europea è il campo più importante nel quale dovrà progredire l'Unione Europea nei prossimi anni. Dobbiamo continuare ad assolvere con risolutezza questo compito. L'Europa rafforzerà durevolmente la sua rilevanza, nel suo interesse e nell'interesse di un nuovo ordine mondiale sostenibile, se parlerà con un'unica voce.

Abbiamo alcuni approcci che danno adito a un certo ottimismo. L'Europa ha cooperato alla soluzione pacifica e democratica della crisi in Ucraina. Sono pure lieto che in seguito a questo sforzo comune è aumentato il consenso nei confronti di una politica estera comune, soprattutto in una Polonia così impegnata.


Vedo però ancora molte questioni in cui l'Europa è chiamata a trovare una posizione comune. Penso ai problemi non ancora risolti nei Balcani, oppure alle Nazioni Unite. Anche la lotta alla povertà del mondo è uno di essi.


X.
Alcide De Gasperi disse nel 1952 qui ad Aquisgrana: "L'ottimismo, quando si tratta di realizzare un grande ideale politico e umano quale la riunificazione europea, è virtù costruttiva".


L'assegnatario del Premio di quest'anno, il Presidente della Repubblica Italiana Carlo Azeglio Ciampi, possiede questo ottimismo. E non si stanca mai di tenere alta la fiaccola europea. Carlo Azeglio Ciampi è un grande europeista. Mi auguro che il suo pensiero rimanga ancorato nell'Europa del futuro. Servirà a tutti noi. E noi tutti gli dobbiamo gratitudine e riconoscimento.

Discurso de laudation pronunciate per le Presidente federal Horst Köhler in occasion del conferimento del Premio Carolo Magne al Presidente del Republica Italian Carlo Azaglio Ciampi, Aachen, le 5 de maio 2005.




Estimate Presidente Ciampi, Majestate,
Senior Burgomaestro,
Senioras e Seniores!


I.
Ante tres annos, estimate Presidente Ciampi, vos ha pronunciate le discurso de laudation in honor del laureato del Premio Carolo Magne. Vos ha parlate de pecunia, nam in 2002 le euro, nostre moneta commun, habeva recipite le Premio Carolo Magne. Nulle persona esseva melio qualificate que vos pro parlar de iste thema. Vos esseva convincite que le Union Monetari Europee esseva le passo historic pro render irreversibile le unification europee. Pro vos il ha essite sempre clar que le adhesion al Union Monetari non es un dono, ma que illo debe esser conquirite. Cata stato membro debe facer effortias pro acquirer le qualification necessari e le cultura de stabilitate. Tal esseva vostre principio. Vos vos ha effortiate pro assecurar que Italia satisface iste exigentias.



Senior le Presidente, vos pertine al generation que in su juventute esseva submergite per le Secunde Guerra Mundial. A vostre oculos le occision mutue e le destruction del cultura commun esseva un pur follia. Del experientias de iste guerra ha nascite vostre ingagiamento in favor de un Europa pacific e unite. Pro iste ration, desde plure decennios, vos labora pro Europa e vos lo promove e defende - con claritate, constantia e persistentia. Assi vos es, in le optime senso del parola, le symbolo del spirito e del resultatos que, post le Secunde Guerra Mundial, ha facite fructuose e unic le historia del integration europee.

Senior le Presidente, ante pauc septimanas nos ha parlate insimul, a Napoli, del futuro de Europa. Io ha sentite como vos remane fidel, per un sentimento de responsabilitate verso le historia, al vision de Europa. A un vision, que excede multo un union economic e monetari, e que, super le base de valores commun e de un cultura commun, aspira a un union plus profunde. Assi vos ha exprimite lo que io ipse pensa.

Vos sta ante me al latere de Alcide De Gasperi, le patre fundator italian del Europa unite. Vos es pro me un exemplo.

II.
Senioras e seniores! Emilio Colombo, un altere laureato italian del Premio Carolo Magne, ha dicite: "Cata vice que nos reflecte super le stadio del integration europee, nostre impression initial esseva que nos ha arrivate a un bifurcation."

Emilio Colombo ha dicite isto ante un quarto de seculo, lo que demonstra que il ha sempre essite difficile unir Europa. Sovente il ha habite crises. Generalmente nos ha emergite de illos reinfortiate. Hodie Europa se trova de novo a un puncto decisive.


Presidente Ciampi, vos esseva le hospite, quando le 29 de octobre 2004 le Tractato de un Constitution Europee esseva lanceate a Roma, le urbe que ha vidite le establimento del Communitate Europee. Vos ha dicite a iste occasion: "Isto es le acto de nascentia del union politic, un momento unic in le historia de nostre continente."

Il es in le melior interesse del homines e feminas in Europa que le tractato constitutional entra in vigor. Illo consolida Europa como un communitate de valores, illo reinfortia le democratia europee e illo augmenta le derectos del citatanos. Iste tractato es necessari a fin que le citatanos pote render se conto del avantages que presenta un Europa efficiente.

Nos totes senti que le mundo cambia radicalmente. Un nove ordine es nascente. Europa debe facer valer su peso in su proprie interesse legitime. Io crede que le mundo esserea plus povre, si Europa non jocava un rolo prominente in iste processo.



Nos vole un rolo forte pro Europa, proque Europa ha multo a dar: como ordine de pace e potentia economic, como modello de societate e partner de securitate, con su radices cultural e con su conscientia historic. Justemente nunc Europa debe exploitar plenmente su potential.



Iste exigentia, que nos nos impone, es dirigite contra nemo, certemente non contra le USA, que ha date tanto a Europa: le vitas de multes de su filios in le Secunde Guerra Mundial e, durante decennios, lor ingagiamento in favor del libertate, del democratia e del derectos human. Il es importante pro me como germano recordar isto al vigilia del commemoration del 8 de maio 1945.


Le USA e Europa se completa mutualmente e solmente unite illos potera affrontar le defias del nove epocha. Anque in le USA on lo vide del mesme modo, como lo ha exprimite recentemente le Presidente Bush durante su visita al institutiones europee.

III.
Que nos reguarda lo que ha devenite Europa in le ultime 50 annos! Il poterea semblar que a vices nos considera isto como un cosa toto obvie, cuje valor nos non plus apprecia. Ma in le mundo al exterior de Europa, multes admira nostre resultatos. Ubicunque in le mundo io ha viagiate durante le ultime annos, le gente esseva semper impressionate del modello europee.




- Nos son 25 nationes, e frontieras non plus joca un rolo de importantia.

- 450 milliones de homines e feminas vive in un grande mercato unic.

- Nos ha un moneta forte que vale jam in 12 paises. E le Union Monetari es aperte a tote le altere statos membros.

- Le stato de derecto, le respecto del dignitate human e le protection del derectos human es ancorate ubique in le Union.

- Nos possede un meraviliose diversitate de culturas, linguas e historias intellectual. Iste diversitate es un grande ricchessa.

- E finalmente: in le Union Europee ha nascite modellos de pensata politic e economic, que es attractive e relevante pro le mundo integre.

IV.
Nos ha tote le rationes pro esser orgoliose de lo que nos ha realisate. Io pensa dunque que il es un error de miniminisar le resultatos o de exaggerar le problemas.. Ma il pote exister nulle dubita que un debatto aperte super punctos de debilitate e cargas non toto executate in Europa es absolutemente necessari.

Nos debe trovar responsas al questiones critic super le presentation e le futuro del Union Europee. Pro isto, nos ha nunc besonio de Europeos convincite e convincente, qui con firmitate e perseverantia continua a laborar in le cantier nominate Europa. Presidente Ciampi es un tal Europeo.


V.
Europa se ha developpate como un projecto de reconciliation e pace per le lectiones que nostre historia nos ha apprendite. Hodie illo debe equalmente facer su provas in le facie de nove defias ponite per le cambiamentos politic e economic super le scena mundial. Nos debe esser consciente del facto que grande effortios es necessari pro facer le modello economic europee, que include un cultura de harmonia social, apte pro le futuro.

Le strategia de Lisbona defini excellentemente le objectivos in favor del labor e del developpamento in le sino del Union Europee. Nunc debe sequer actiones energic a fin que Europa non continua a diminuer su competitivitate e a fin que le scopos politic remane credibile. Il es particularmente importante que Europa face progressos in le campo del education assi como in illos del recerca e del developpamento.





Pro isto nos pote e debe conjunger le fortias que existe al nivello communitari e que resulta del cooperation inter ler statos membros. Le volo inaugural del nove airbus es un exemplo importante de isto. Totevia, nos va haber un successo durative, si cata stato membro ipse resolve su problemas e isto vale equalmente pro mi pais. Pro iste ration reformas in Germania es anque parte del responsabilitate german pro Europa. Nos ha jam prendite iste via.




VI.
Un mercato interior efficiente es le responsa strategic de Europa al concurrentia sempre plus intense, que es generate per le globalisation. Iste mercato nos adjuta a facer valer nostre conceptos super globalisation con un facie human. Pro iste ration, malgrado tote le difficultates actual, nos non deberea perder de vista le avantages que resulta a longe termino del libertate de circulation in le grande mercato unic. Non solmente le integration economic in le mercato unic, ma anque le moneta commun nos da le fortia de profitar del beneficios del globalisation e de limitar su riscos.



Esque nos es vermente consciente del contribution del euro al stabilitate in Europa? Io me recorda multo ben como certe tensiones intra le systema monetari europee in 1992/93 ha causate su suspension. Io ipse ha viagiate a Roma alora, a fin de trovar un responsa con le governamento italian e le ancian presidente del banca central, Senior Ciampi. Le situation del crise politico-monetari causava politca- e humanmente tensiones intense. Le Presidente Ciampi e io los ha experimentate alora durante discussiones difficile. E hodie? Hodie, le crises monetari in Europa pertine al passato. E le euro contribue multo al stabilitate de tote le systema economic mundial.




VII.
Le anno passate io ha incontrate studentes german, estonian e polonese al placia del mercato de Tallinn, le capital de Estonia. Illes esseva plen de enthusiasmo re le frontieras aperte e re le incontros inricchiente que illes habeva in un universitate estranier. Europa suscitava un sentimento de joia in iste juvenes e io ha vidite il illo un signo de incoragiamento pro le futuro de Europa.


Ma io sape anque que le idea de Europa official genera in multe personas altere sentimentos, super toto un sentimento de irritation re le manco de transparentia, le excesso de regulamentation e le bureaucratia. Sovente le gente non sape como functiona iste Europa. E isto non simplifica le cosas.



Nos debe effortiar nos multo plus pro explicar Europa al citatanos. Isto comencia jam con le linguage. Troppo sovente le documentos europee es characterisate de compromissos de formulas e per un jargon technocratic. Io lo sape troppo ben per mi proprie experientia con le Tractato de Maastricht. Le Commission e lor governamentos del statos membros debe dunque prender plus seriose le carga de communicar al citatanos le decisiones europee, de tal modo que illes pote comprender los e vider lor consequentias. Isto es le sol maniera pro suscitar confidentia in Europa in le perosnas pro le quales Europa existe: pro su citatanos.




E le citatanos va haber confidentia in Europa, si illes non plus time vider un bureaucratia anonyme que age sin facer distinction. Le commission e le consilio del ministros deberea monstrar un moderation intelligente de lor desiro de regular toto. Super lo que le citatanos pote decider rationalmente in lor communa, in lor region e in lor pais, illes ipse debe decider. A Bruxelles pertine unicamente le questiones que pote esser melio regulate al nivello europee.





Jacques Delors ha dicite: "Si nos non succede a dar un anima a Europa, nos va perder Europa." Nos deberea prender seriosemente le admonition de iste grande europeo. Io crede que un discussion super le identitate de Europa jam es multo in retardo. E io pensa que nunc nos ha besonio de un phase de consolidation in le politica europee, a fin que le citatanos pote comprender melio lo que es Europa e como illo debe evoluer in le futuro.




VIII.
Nos non ha solmente besonio de jectar un reguardo critic in le direction de Bruxelles, ma anque e super toto in le direction del capitales del statos membros. Nos non debe perder le effectivitate de Europa in favor de avantages a breve termino in le debatto politic interior. E io me demanda lo que remane del senso de communitate que debe sempre tener conto equalmente del interesse del altere. Tote le statos es exponite al tentation de sequer prevalentemente le egoismos national. Senior Presidente, vos ha ration de recordar super toto al grande statos fundatores lor responsibilitate particular pro Europa.







Initiativas pro Europa pote e debe venir de tote le statos membros. Mi experientia me dice que le parve statos attende sovente que le grandes propone nove developpamentos. Totevia, initiativas pote esser bon solmente si illos servi equalmente le interesse de altere plus parve statos membros e assi da profitos a tote le communitate. Isto es le sol medio pro garantir lor successo a longe termino. Europa pote succeder unicamente, si tote le statos membros senti que lor destino es in bon manos. Sovente, in tal casos il es anque le tono que face le musica. On debe conducer le cosas non perdente de vista le systema in su insimul. Il ha jam numerose exemplos ben succedite e nos cognosce totos quante energia pote generar, per exemplo, le cooperation francese-german.



IX.
Un politica estranier commun europee es le campo le plus importante in le qual le Union Europee debe esser developpate plus in le proxime annos. Nos debe continuar resolutemente le labor pro realisar isto. Europa va multo reinfortiar su importantia in su proprie interesse e in le interesse de un nove ordine mundial viabile, si illo parla con un sol voce.

Il ha jam initiativas que da motivo a optimismo. Europa ha adjutate pro trovar un solution pacific e democratic in le crise in Ukraina. Io es felice de constatar que supporto pro un politica estranier europee ha crescite como le resultato de iste effortios juncte, specialmente in Polonia, iste pais remarcabile pro su ingagiamento.

Ma io pensa que il ha ancora numerose questiones a resolver pro le quales Europa es appellate a trovar un position commun. Io pensa al problemas non jam resolvite in le Balkanes, o in le Nationes Unite. Anque le lucta contra le pauperate in le mundo es un de iste problemas.

X.
Alcide De Gasperi ha dicite hic in Aachen in le anno 1952: "Optimismo es un fortia constructive, quando il se tracta de realisar un grande ideal politic e human como le integration europee."


Le laureato del Premio de iste anno, le Presidente del Republica Italian Carlo Azeglio Ciampi, possede iste optimismo. Infatigabile ille porta le torcha europee. Carlo Azeglio Ciampi es un grande europee. Io spera que su ideas va continuar a esser audite in le Europa del futuro. Isto va beneficiar nos totos. Ille merita nostre gratitude e nostre recognoscimento.


Traducite a interlingua per Piet Cleij, le Paises Basse, vice-secretario general del UMI (Union Mundial pro Interlingua)

Actualisate le 2009-07-07

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Allan Kiviaho
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